Banque cantonale du Valais

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Die WKBWirtschaftsinformationen

Konjunkturspiegel

Aus Sicht der Walliser Industrie- und Handelskammer

Eine Notwendigkeit für die Schweiz und das Wallis

Kaum ist der Kampf um den automatischen Informationsaustausch beigelegt, schon ringen die Schweiz und die OECD erneut um die Durchsetzung von Standards. Diesmal ist es die Unternehmensbesteuerung. Unser Land sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, durch sein vorteilhaftes Steuerrecht, massenhaft Unternehmen anzulocken. Nun liegt es am Bund, einen Weg zu finden, der die Attraktivität weiterhin gewährleistet, die Abwanderung verhindert und uns gleichzeitig vor ausländischen Sanktionen bewahrt. Es geht um 24’000 Unternehmen, 150’000 Arbeitsplätze und 5,4 Milliarden Franken Steuereinnahmen.

Mit der Unternehmenssteuerreform III wird der Bundesrat erfolgreich aus der Sackgasse herausfinden. Somit hat unsere Regierung die Krise in eine Chance verwandelt. Das Projekt sieht moderne Instrumente wie Abzüge für F&E-Kosten oder Lizenzboxen vor. Zudem behebt es die Ungleichbehandlung zwischen den KMU’s und den Konzernen: Die geplante Steuererleichterung der ersten wird durch die Erhöhung der zweiten kompensiert.

Im Wallis ist die Situation umgekehrt. Unser Kanton bevorzugt einheimische kleinere und mittlere Handwerksbetriebe durch eine schweizweit äusserst vorteilhafte Gewinnbesteuerung. Die Unterstützung der lokalen Wirtschaft ist gerechtfertigt und stellt eine wertvolle Errungenschaft dar. Dagegen unterliegen Gewinn und Kapital grösserer Unternehmen aus Industrie und Technologie dem ungünstigsten Steuersatz der gesamten Schweiz.

Daraus ergibt sich ein Widerspruch zwischen der Steuer- und der Wirtschaftspolitik. Letztere möchte Wachstum durch Innovation und Wertschöpfung herbeiführen. Jährlich werden dutzende von Millionen in den Technologietransfer, in Gründerzentren oder in Imagewerbung investiert. Die exzessive Besteuerung schreckt jedoch ausländische Unternehmen der Technologie- und Informatikbranche davon ab, sich niederzulassen. Im Kontext der Globalisierung, Digitalisierung und Automatisierung birgt gerade diese wirtschaftliche Basis ein grosses Wachstumspotential.

Die Unternehmenssteuerreform III ist für das Wallis zugleich eine Chance: Unser Kanton muss seine Steuerpolitik wieder in Einklang mit seinen wirtschaftlichen Ambitionen bringen. Die Zeit drängt, denn bereits heute sind 10% der Walliser Erwerbstätigen Pendler. Der Erhalt der Arbeitsplätze kann nur gelingen, wenn wir adäquate Rahmenbedingungen schaffen.

Gesamtwirtschaft

Für das BIP des Kantons Wallis erwartet BAKBASEL 2016 ein Plus von 1,2%. Damit liegt der Kanton Wallis unter der erwarteten BIPEntwicklung für die Gesamtschweiz in Höhe von 1,6%. Die Walliser Exporte haben sich in den ersten acht Monaten des Jahres im Gegensatz zur Gesamtschweiz unerfreulich entwickelt. Mit einem Minus von 4,9% lag die Entwicklung deutlich unterhalb derjenigen der Schweiz (CH: +4,7%). Dies deutet darauf hin, dass die Walliser Industrie
schlechter mit den Folgen der Aufhebung des Euro-Mindestkurses zurechtkommt als die übrige Schweiz. Nicht nur im produzierenden Sektor zeigen sich die Auswirkungen des Frankenschocks, auch das Gastgewerbe bekommt diesen weiterhin zu spüren.

Für 2017 kann mit einer weiteren Erholung der Walliser Wirtschaft gerechnet werden. Dank der allmählichen Abwertung des Schweizer Frankens dürfte der Margendruck im verarbeitenden Gewerbe nachlassen. Dies wird auch der Walliser Industrie Impulse geben. Im Gastgewerbe kann nach zwei sehr schwierigen Jahren wieder mit einer leicht positiven Wachstumsrate gerechnet werden. Hinzu kommt, dass sich die Walliser Bauwirtschaft nach der Zweitwohnungsinitiative wieder auf den langfristigen Wachstumspfad zubewegt. Insgesamt erwartet BAKBASEL für den Kanton Wallis ein reales BIP-Wachstum von 1,4% (CH: +1,7%).

    • Wirtschaft-Sektoren

      Primärsektor

      ENTWICKLUNG DES SCHWEIZERISCHEN AGRARSEKTORS 2016

      Der Wert der schweizerischen Agrarproduktion 2016 wird vom schweizerischen Bundesamt für Statistik (BFS) auf 10,2 Milliarden Franken geschätzt. Dies entspricht einem nominalen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 0,9%. Die Zunahme ist auf einen Anstieg der Erträge aus dem Gemüse- und Weinbau und eine leichte Aufwertung der Schweine- und Rindfleischerzeugung zurückzuführen. Die öffentlichen Beiträge stagnieren, während die Produktionskosten leicht sinken. Damit beträgt das Einkommen des Agrarsektors auf nationaler Ebene schätzungsweise 3 Milliarden Franken.

      Die Tierproduktion generiert 2016 einen Wert, der auf 5 Milliarden Franken geschätzt wird – ein Plus um 1,5%. Auf den Sektor entfallen 50% des Gesamtwerts der schweizerischen Agrarproduktion. Das geringere Angebot auf dem Markt für Schweinefleisch sorgte am Anfang des Jahres für einen Anstieg der Produzentenpreise, die seit Sommer bedauerlicherweise wieder fallen. Ein leichter Rückgang der Produktion in Kombination mit einer Preissenkung verursacht eine Abwertung des Milchsektors um 1,8% auf 2,1 Milliarden Franken. Der Anteil der Geflügel- und Eierproduktion am Wert der Tierproduktion stabilisiert sich bei 10%.

      Für den Pflanzenbau fällt das Bild 2016 durchzogen aus. Getreide, Kartoffeln und Zuckerrüben hatten unter Kälte und Regen im Frühjahr und zu Anfang des Sommers zu leiden. Eine derart magere Getreideernte wurde zuletzt in den 1970er-Jahren verzeichnet. Die Kartoffelproduktion fällt schwach aus und steht noch unter dem Einfluss der Trockenheit am Ende des Sommers. Der Zuckerproduktion indes machen geringe Erträge und ein durchschnittlicher Zuckergehalt zu schaffen. Hinzu kommt, dass sich der an den internationalen Märkten unter Druck stehende Zuckerpreis negativ auf den Rübenpreis auswirkt. Dagegen kommen dem Gemüse-, Obst- und Rebbau Witterungsverhältnisse zugute, die höhere Erträge ermöglichen als im Vorjahr. Insgesamt verharrt der Wert des Pflanzenbaus bei 4 Milliarden Franken (40% des Gesamtwerts der schweizerischen Agrarproduktion).

      Landwirtschaftliche Dienstleistungen wie die Aussaat oder Ernten für Dritte sind seit einem Jahrzehnt stark im Aufwind. Hierin spiegelt sich die Spezialisierung und Rationalisierung der Produktionsprozesse wieder. Diese Leistungen erreichen eine Stufe, während sich ihr Wert bei ca. 700 Millionen Franken stabilisiert. Nicht landwirtschaftliche Nebentätigkeiten wie die Verarbeitung von Agrarerzeugnissen auf dem Hof, Pferdepensionen oder agrotouristische Dienstleistungen legen um 2,4% zu. Damit steigt ihr Wert über 460 Millionen Franken. Die Diversifizierung der Einkommensquellen über die grundlegenden landwirtschaftlichen Tätigkeiten hinaus ist für die Schweizer Landwirte inzwischen Realität.

      Die Produktionskosten gehen geringfügig um 0,8% zurück. Ursache für diesen Rückgang sind Abschreibungen, Energie, Viehfutter und die Vergütung für familienfremde Beschäftigte, derweil die Kosten für Pacht und veterinärmedizinische Behandlungen steigen.
      Die Agrarpolitik 2014-2017 geht 2016 in ihr drittes Jahr. Die Staatsbeiträge bleiben auf dem Niveau des Vorjahres. Sie entlohnen die von den Agrarbetrieben erbrachten gemeinwirtschaftlichen Leistungen.

      Der Saldo, d. h. das sektorale Einkommen der Schweizer Landwirtschaft, das die Arbeit und das Kapital der Landwirtschaftsbetriebe entlohnt, wird 2016 auf etwa 3 Milliarden Franken geschätzt. Das sind 6,2% mehr als 2015. Auch wenn dies dem Sachstand 2013 entspricht, ist das Ergebnis 2014 damit noch in weiter Ferne.

      PROGNOSEN FÜR DIE WALLISER LANDWIRTSCHAFT FÜR 2016

      Der Wert der Walliser Agrarproduktion hängt zu drei Vierteln von Reb-, Obst- und Gemüsebau ab. Das verbleibende Viertel entfällt auf Milch und Ackerbau.

      Nach vier mengenmässig äusserst bescheidenen Jahrgängen (Ertrag zwischen 33 und 38 Millionen Liter) entspricht der Ertrag 2016 wieder einem normalen Volumen von ca. 40 Millionen Liter. Sofern die durch den Branchenverband vereinbarten Preise von den Kellereien eingehalten werden, können die Winzer auf eine Vergütung von ca. 175 Millionen Franken hoffen.

      Für den Obstsektor sieht der Ausblick mittelmässig aus. Trotz der durch die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) verursachten Verluste fällt die Aprikosen- und Beerenernte gut aus. Das Kernobst ist guter Qualität, allerdings ist das Volumen leicht rückläufig. Die Gemüseproduktion verbucht einen Rückgang. Gesamthaft wird der Wert des Obst Obstund Gemüsebaus auf 75 Millionen Franken geschätzt.

      Der Tierzuchtsektor profitiert ebenfalls von festen Preisen für die Vermarktung von Schlachtvieh. Für die Hälfte der Walliser Milch, die für die Käseerzeugung verwendet wird, bleiben die Preise auf einem guten Niveau. Gleichwohl belastet der Wertverlust von Industriemilch ebenfalls unsere Produzenten. Der Sektor dürfte etwa 70 Millionen Franken generieren.

      Hierdurch dürfte sich der Wert der Walliser Agrarproduktion 2016 auf ca. 330 Millionen Franken belaufen, zuzüglich öffentlicher Beiträge von etwa 125 Millionen Franken.

      Sekundärer Sektor

      Im laufenden Jahr präsentiert sich der sekundäre Sektor deutlich positiver als im Vorjahr. Während 2015 unter anderem der Frankenschock zu einem Wertschöpfungsminus geführt hat (-1,0%), ist das produzierende Gewerbe 2016 in die Wachstumszone zurückgekehrt (+0,8%). Wachstumstreiber sind die Investitionsgüterindustrie und die chemischpharmazeutischen Branchen. Das Baugewerbe hingegen zeigt als Folge der Zweitwohnungsinitiative ein deutliches Wertschöpfungsminus.

      BAKBASEL erwartet, dass sich die Erholung des sekundären Sektors im Kanton Wallis im nächsten Jahr fortsetzen wird. Eine zunehmende Dynamik der Weltwirtschaft sowie eine Entlastung an der Währungsfront sorgen voraussichtlich für eine anziehende ausländische Nachfrage. Insgesamt wird für 2017 ein Wertschöpfungswachstum des produzierenden Gewerbes im Kanton Wallis von 1,3% prognostiziert.

      CHEMISCH-PHARMAZEUTISCHE INDUSTRIE

      Die chemisch-pharmazeutische Industrie generiert im Kanton Wallis rund 8% der Wertschöpfung. Gut 56% aller Warenausfuhren aus dem Wallis waren im letzten Jahr chemische Erzeugnisse. Die Entwicklung des Welthandels ist somit für diese Branche sehr bedeutsam. Nachdem das vergangene Jahr aufgrund des Wechselkursschocks schwierig war, zeigt sich die ausländische Nachfrage in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres unterschiedlich. In der Agrochemie sind die Exporte zurückgegangen, in der übrigen Chemie hingegen aber deutlich gewachsen. Insgesamt resultiert 2016 ein Wertschöpfungsplus der chemisch-pharmazeutischen Branchen von 5,8%. Für das kommende Jahr prognostiziert BAKBASEL ein zwar abgeschwächtes, aber immer noch deutliches Wachstum von 2,9%.

      INVESTITIONSGÜTERINDUSTRIE

      Die Walliser Investitionsgüterindustrie, bestehend aus der Metallindustrie, dem Maschinenbau, der Elektronik- und Feinmechanikindustrie sowie dem Fahrzeugbau, konnte im bisherigen Jahresverlauf einen deutlichen Wachstumsschub verbuchen (Wertschöpfung +6,5%). Getrieben von der ausländischen Nachfrage zeigt sich dies in besonderem Ausmass in der Metallindustrie – diese ist mit einem Anteil von mehr als der Hälfte die bedeutendste Branche der Walliser Investitionsgüterindustrie – und im Maschinenbau (Metallindustrie: +10%, Maschinenbau: +8,1%). Die Elektronik- und Feinmechanikbranchen haben sich von den Preisnachteilen hingegen noch nicht erholt. 2017 dürfte in der Metallindustrie und im Maschinenbau ein Basiseffekt für eine flache Entwicklung sorgen.

      BAUWIRTSCHAFT

      Die Walliser Bauwirtschaft kann im laufenden Jahr ihr Wertschöpfungsniveau nicht halten. Grund dafür ist die Zweitwohnungsinitiative, deren Umsetzung zu einer Redimensionierung des Wohnbaus führen dürfte. Insgesamt geht die Wertschöpfung im Waliser Baugewerbe 2016 voraussichtlich um 5,9% zurück. Für das kommende Jahr erwartet  BAKBASEL eine Stabilisierung der Entwicklung (+0,3%), wobei die Bauwirtschaft des Kantons Wallis dabei noch spürbar unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt (+1,5%) bleiben dürfte, da das Wallis als Tourismuskanton überdurchschnittlich stark von der Zweitwohnungsinitiative betroffen ist.

      Tertiärer Sektor

      Wie der sekundäre Sektor entwickeln sich auch die Walliser Dienstleistungsbranchen im laufenden Jahr spürbar positiver als 2015 (2015: -0,2%, 2016: +1,3%). Diese Entwicklung stützt sich vor allem auf die sonstigen und unternehmensbezogenen Dienstleistungen sowie auf den öffentlichen Sektor. Ein noch besseres Resultat wird durch das Gastgewerbe verhindert, welches 2016 immer noch mit dem Wechselkursschock zu kämpfen hat.

      Im kommenden Jahr dürfte sich die Erholung des tertiären Sektors fortsetzen (+1,5%). Auch das Gastgewerbe wird sich langsam aus der Negativzone hin zum langfristigen Wachstumspfad entwickeln, obwohl noch keine grossen Sprünge zu erwarten sind. Als Wachstumsleader zeigt sich der Finanzsektor, wobei es vor allem die Versicherungen und sonstigen Finanzdienstleistungen sind, welche für die Dynamik sorgen.

      GASTGEWERBE

      Zum Walliser Gastgewerbe zählen die Beherbergungsindustrie und die Gastronomie, in welcher sowohl der touristische Konsum als auch der nicht-touristische Ausserhaus-Konsum von Schweizerinnen und Schweizern berücksichtigt wird.

      Die Übernachtungen in der Walliser Hotellerie sind im bisherigen Jahresverlauf (Januar bis August) um 2,7% zurückgegangen (ausländische Nachfrage: -4,1%; inländische Nachfrage: -1,4%). So nimmt auch die Wertschöpfung 2016 sowohl im Beherbergungssektor (-5,1%) als auch in der Gastronomie (-4,9%) deutlich ab. Dies ist immer noch hauptsächlich der Frankenaufwertung nach dem Wechselkursschock geschuldet, welcher sich erst im laufenden Jahr voll durchschlägt, da zum Zeitpunkt des Schocks bereits zahlreiche Buchungen für 2015 bestanden haben. Dank dem allmählich abwertenden Franken und der Aufhellung am Konjunkturhimmel erwartet BAKBASEL 2017 eine Verbesserung der Situation mit einem leichten Wachstum von 0,4%, wobei die Wertschöpfung im Beherbergungssektor stagnieren (+0,1%) und jene in der Gastronomie dank des einheimischen Konsums leicht zunehmen dürfte (+0,8%).

      HANDEL

      Im laufenden Jahr ist die Entwicklung des Walliser Handels noch durch die ausbleibenden Touristen gebremst. Der Detailhandel dürfte nicht von der Stelle kommen (-0,2%), während sich der Grosshandel über eine etwas höhere Dynamik freuen kann (+1,0%). Insgesamt rechnen wir mit einer Stagnation der Walliser Handelsbranchen (+0,1%). Die aufgehellte Konjunktur im kommenden Jahr gepaart mit der Erholung im Gastgewerbe sorgt dafür, dass wir für den Walliser Handel 2017 ein Plus der Wertschöpfung von 1,3% erwarten.

    • Nationale und internationale Lage

      Nationale und internationale Rahmenbedingungen

      WELT

      Die Weltwirtschaft wird gemäss unseren Schätzungen 2016 um 2,2% expandieren. Dies stellt das schwächste Wachstum seit der globalen Finanzkrise 2008/2009 dar. Zwar hat sich in vielen Schwellenländern die Lage vor allem dank der gestiegenen Rohstoffpreise zuletzt leicht aufgehellt, Länder wie Russland und Brasilien befinden sich aufgrund von länderspezifischen Problemen jedoch immer noch in einer Rezession. In den Industriestaaten ist die Konjunkturlage zwar besser als in den Schwellenländern, insgesamt aber auch nur wenig dynamisch. Für 2017 und 2018 ist eine moderate Beschleunigung der Weltwirtschaft zu erwarten (2,6% bzw. 2,9%). Die globalen Konjunkturrisiken und politischen Unsicherheiten sind nach wie vor ausgeprägt, weshalb das Potenzial für negative Überraschungen beträchtlich bleibt.

      SCHWEIZ

      Die Schweizer Wirtschaft wird 2016 voraussichtlich um 1,6% expandieren (Juli- Prognose: +1,0%). Ausschlaggebend für die Anhebung der Prognose ist das überraschend schwungvoll ausgefallene Wachstum im ersten Halbjahr. Vor allem die Exporte haben sich trotz des starken Frankens besser entwickelt als erwartet. Für das zweite Halbjahr 2016 lassen aktuelle Indikatoren jedoch auf eine wieder etwas gemächlichere Gangart schliessen. Für 2017 und 2018 erwarten wir eine graduelle Beschleunigung des Schweizer BIP-Wachstums auf 1,7 bzw. 2.0%. Drei Faktoren sind hierfür verantwortlich: eine allmähliche Abwertung des Frankens, eine Auflösung des Investitionsstaus sobald Unsicherheitsfaktoren wie die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative in den Hintergrund treten und die moderate Beschleunigung der Weltwirtschaft.

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