Communiqués de presse

Analyse des Walliser Immobilienmarktes

Situation 2016 und Perspektiven

Sitten, 14. Juni 2016 - Die Walliser Kantonalbank (WKB) und die Chambre Immobilière Valais (CIV) veröffentlichen das dritte Jahr in Folge eine Analyse des Walliser Immobilienmarktes mit einem speziellen Fokus auf den Markt für Einfamilienhäuser, Stockwerkeigentums- (STWE), Miet-, Zweitwohnungen und Büros. Diese Studie, welche vom unabhängigen Beratungsunternehmen Wüest & Partner durchgeführt wurde, ermöglicht es, die Entwicklung des Walliser Immobilienmarktes und seiner Trends zu messen und den Wirtschafts- und Politakteuren wie auch den Fachleuten und dem breiten Publikum nützliche und aktuelle Informationen zu liefern.

Während die Preise des Wohnungsmarktes im Landesdurchschnitt für 2016 stabil bleiben dürften, könnte es im Kanton Wallis zu einem Preisabfall kommen. Seit 2014 bestehen nämlich Anzeichen eines Abflauens und eines Kapazitätsüberschusses auf dem Walliser Markt, insbesondere in den Ferienorten, welche durch die Wirtschaftsverlangsamung, den starken Franken und die neuen Bankenregulierungen in Schwierigkeiten geraten sind. Ein Wohnungsmarkt mit einem wachsenden Angebot und ein verlangsamtes demografisches Wachstum führen zu einem leichten Preisrückgang in allen Wohnungssegmenten. Einzig die historisch tiefen Zinssätze dürften kurzfristig einen grösseren Preisrückgang verhindern.

Der Walliser Immobilienmarkt ist in hohem Masse von den tiefgreifenden Änderungen der gesetzlichen und reglementarischen Rahmenbedingungen abhängig. Das Zweitwohnungsgesetz und dessen Verordnung haben der seit dem 11. März 2012 herrschenden Rechtsunsicherheit zwar ein Ende gesetzt, aber mehrere Bestimmungen dieses Gesetzes werden in der Praxis bestimmt noch durch die Rechtsprechung des Bundesgerichts festgelegt. Zudem bringt die Revision des Raumplanungsgesetzes und dessen konkrete Anwendung in unserem Kanton weitere grössere Unsicherheiten mit sich.

Pascal Perruchoud, Präsident der Generaldirektion der WKB, ruft in Erinnerung, dass « die Walliser Kantonalbank auf dem Hypothekarmarkt sehr aktiv ist und der Kenntnis des Walliser Immobilienmarktes eine besondere Bedeutung beimisst ». Während des Jahres 2015 beispielsweise wuchsen die Hypothekarforderungen um 6% auf rund 8,5 Milliarden Franken an. Dabei gab es sehr strenge qualitative Kriterien zu beachten.


Die Chambre Immobilière Valais verteidigt und fördert den Erwerb von Immobilieneigentum, wie übrigens auch die Bundesverfassung. Paul-André Roux, ihr Präsident, betont, dass « das Wallis ein Kanton von Eigentümern ist. Angesichts der abflachenden Tendenz tragen wir zum Erhalt der Rahmenbedingungen bei, damit all jene, vor allem die Jungen, die Eigentum erwerben möchten, ihr Vorhaben umsetzen können. »

Diese Studie drückt den gemeinsamen Willen der WKB und der CIV aus, sich qualitativ hochwertige Informationen zu beschaffen, um ihre Aktivitäten auf dem Walliser Immobilienmarkt zu unterstützen und dessen Veränderungen zuvorzukommen.

Der Walliser Immobilienmarkt 2016

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