Communiqués de presse

Jahresergebnisse 2015 der WKB

Jahresgewinn leicht gestiegen

SITTEN, 9. MÄRZ 2016 – Die Walliser Kantonalbank (WKB) kann trotz unsicherem Wirtschaftsklima und eines grundlegend veränderten Bankenumfeldes ein gutes Geschäftsjahr 2015 vorweisen. Der Jahresgewinn beläuft sich auf CHF 56,8 Millionen und ist somit um 0,9% gestiegen. Namentlich dank der Hypothekarforderungen haben die Kundenausleihungen um 5% zugenommen. Mit einem Kosten-Ertrags-Verhältnis vor Abschreibungen von 46,9% gehört die WKB zu den effizientesten Banken der Schweiz. Die guten Ergebnisse ermöglichen es der WKB, ihre Eigenmittel um CHF 76 Millionen aufzustocken und das strategische Ziel von 200% des minimal notwendigen Eigenkapitals zu übertreffen. Der Generalversammlung wird eine Dividende (nach dem Split) in Vorjahreshöhe vorgeschlagen. Die Bilanzsumme stieg um CHF 891 Millionen auf CHF 13,952 Milliarden an.

ZUNAHME DER KUNDENAUSLEIHUNGEN

Die Kundenausleihungen nahmen um CHF 520 Millionen bzw. 5% auf CHF 10,910 Milliarden zu. Diese Zunahme ist hauptsächlich auf die Hypothekarforderungen zurückzuführen, welche einen Zuwachs um 481 Millionen Franken (6%) auf 8,451 Milliarden Franken aufweisen. Diese markante Steigerung ist ein Ausdruck des qualitativen Wachstums nach Massgabe der Kreditvergabestrategie der WKB, ohne Schwächung der Risikopolitik. Die Forderungen gegenüber Kunden wuchsen um CHF 39,3 Millionen an, insbesondere gegenüber den öffentlich-rechtlichen Körperschaften. In einem Umfeld tiefer Zinssätze hat die WKB beschlossen, die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen, insbesondere diejenigen auf Sicht und auf Zeit, um CHF 260,9 Millionen zu reduzieren. Im Rahmen des Bilanzstrukturmanagements wurde diese Reduktion kompensiert durch die Ausgabe von Obligationsanleihen zu sehr guten Bedingungen mit einer Laufzeit von 6 bis 10 Jahren in der Höhe von CHF 450 Millionen. Die Spargelder ihrerseits sind um CHF 36,2 Millionen auf insgesamt CHF 3,718 Milliarden angestiegen.

RÜCKGANG DER ERTRÄGE AUS DEM ZINSEN- UND KOMMISSIONSGESCHÄFT

Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft, der wichtigsten Ertragsquelle der Bank, nahm um CHF 10,3 Millionen (6,1%) auf CHF 158,6 Millionen ab. Die von der SNB beschlossene Einführung von Negativzinsen erhöhte die Kosten für die Absicherungsgeschäfte der Bank. Aufgrund der Verschärfung der regulatorischen Rahmenbedingungen für das Vermögensverwaltungsgeschäft verzeichnet die WKB, trotz höherer Erträge aus Verwaltungsaufträgen, eine Abnahme des Erfolgs aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um CHF 2 Millionen (5,4%) auf CHF 35,8 Millionen. Der Rückgang steht insbesondere im Zusammenhang mit den Erträgen aus den Kommissionen auf Drittanlagefonds und aus Courtagegeschäften.

STARKE ZUNAHME DER ÜBRIGEN ERTRÄGE

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft weist ein Ergebnis von CHF 19,6 Millionen auf, also eine Zunahme von 37,4%. Diese Rubrik setzt sich hauptsächlich aus dem Erfolg aus dem Devisengeschäft zusammen. Der übrige ordentliche Erfolg weist mit CHF 8,5 Millionen einen Anstieg um CHF 2 Millionen bzw. 30,2% aus, welcher hauptsächlich auf die Beteiligungserträge und auf die Erfolge aus Veräusserungen von Finanzanlagen zurückzuführen ist.

ENTSCHÄDIGUNG DER STAATSGARANTIE MIT GROSSER AUSWIRKUNG

Der Geschäftsaufwand nahm um 9,5% auf CHF 104,4 Millionen zu. Der Personalaufwand beläuft sich auf CHF 67,4 Millionen, also eine Zunahme von 2,8%, welche im Wesentlichen durch eine Aufstockung des Personalbestands im Filialnetz bedingt ist. Der übrige Geschäftsaufwand liegt bei CHF 36,9 Millionen und erhöhte sich damit um CHF 7,2 Millionen namentlich aufgrund der Kosten für die Staatsgarantie (CHF 3,9 Millionen, die im Geschäftsjahr 2015 erstmals bezahlt wurden), für die Informatik und für die Umstrukturierung des Aktienkapitals der WKB. Die zusätzlichen Kosten beeinflussten das Kosten-Ertrags-Verhältnis vor Abschreibungen und liessen es von 41,9% auf 46,9% ansteigen. Dennoch gehört die WKB nach wie vor zu den effizientesten Banken der Schweiz.

ABNAHME DES OPERATIVEN ERGEBNISSES

Das operative Ergebnis beläuft sich auf CHF 110,4 Millionen und ging damit um 8,2% zurück. Dieses Ergebnis erklärt sich insbesondere durch die von der SNB beschlossene Einführung von Negativzinsen und Aufhebung des Franken-Euro-Mindestkurses, die Entschädigung der Staatsgarantie und die Kosten für die Kapitalumstrukturierung.

EIGENMITTEL : STRATEGISCHES ZIEL BEI WEITEM ERREICHT

Die guten Ergebnisse des Geschäftsjahres 2015 und der Verkauf der Beteiligung an Swisscanto, welcher einen Gewinn von CHF 9,9 Millionen ergab (der vollumfänglich an die Reserven überwiesen wurde), ermöglichen es der WKB, CHF 49 Millionen an die Reserven für allgemeine Bankrisiken zuzuweisen. Mit der Zuweisung von CHF 27 Millionen an die gesetzliche Gewinnreserve, welche der Generalversammlung vorgeschlagen wird, erhöht die WKB ihre Eigenmittel um weitere CHF 76 Millionen.

Die Kernkapitalquote (Tier 1) stieg markant an, nämlich von 15,3% per Ende 2014 auf 16,4% per
31. Dezember 2015. Die WKB konnte ihre finanzielle Solidität damit deutlich verbessern und das strategische Ziel von 16% sogar übertreffen. Dieser Prozentsatz entspricht einer 200%igen Deckung der Mindesteigenkapitalanforderung. Das Kerneigenkapital (Tier 1) entsprach per Ende 2015 einem Betrag von CHF 1,162 Milliarden.

DIVIDENDE UNVERÄNDERT

Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung vom 11. Mai 2016 die Ausschüttung per 18. Mai 2016 einer Dividende in unveränderter Höhe (nach dem Split) von 27% pro Aktie für die Halter von Namenaktien A und von 16% für Namenaktien B vorschlagen. Davon ausgenommen sind die Aktien aus der im Februar 2016 erfolgten Kapitalerhöhung, welche für das Geschäftsjahr 2015 nicht dividendenberechtigt sind.

AUSBLICK 2016

Aufgrund ihres sehr guten Finanzfundaments und ihrer grossen Anpassungsfähigkeit ist die WKB gut gerüstet, um die neuen Herausforderungen anzunehmen. Für das Jahr 2016 rechnet sie mit einem Geschäftsvolumen in Höhe der Vorjahre in einem unsicheren Wirtschaftsumfeld, welches durch die grosse Volatilität der Märkte und einen erhöhten Druck auf die Zinserträge geprägt ist. Die Entwicklung der übrigen Erträge dürfte die Bank zu einem Jahresergebnis 2016 verhelfen, das dem guten Ergebnis 2015 nicht nachstehen wird.

Dank der erfolgreichen Umstrukturierung des Kapitals verfügt die Walliser Kantonalbank fortan über eine moderne, einfache und transparente Aktienkapitalstruktur. Dies ermöglicht der Bank, ihr Geschäftsmodell konstruktiv weiterzuentwickeln, ihren Auftrag zur Unterstützung der Walliser Wirtschaft und Unternehmen weiterhin wahrzunehmen. Den kommenden Jahre kann sie mit Zuversicht und Vertrauen entgegensehen.

Die Darstellung der Ergebnisse des Geschäftsjahres 2015 richtet sich nach den neu eingeführten Rechnungslegungsvorschriften für Banken (RVB), die aus den Änderungen der Bankenverordnung durch den Bundesrat sowie aus den Richtlinien der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) hervorgegangen sind. Eine Umstellung der Daten der Vergleichsperiode (2014) wurde vorgenommen.

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