Communiqués de presse

Halbjahresergebnisse 2015

Stabiler Nettogewinn

SITTEN, 29. JULI 2015 – Der Nettohalbjahresgewinn ist mit 30,7 Millionen Franken um 1% gestiegen.

Wie zu Jahresbeginn erwartet, weist die Walliser Kantonalbank (WKB) zur Jahresmitte ein rückläufiges operatives Ergebnis aus. Belastend auf die Ergebnisse wirkten sich insbesondere die negativen Zinssätze und die von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) beschlossene Aufgabe des Franken-Euro-Mindestkurses sowie die Entschädigung der Staatsgarantie aus. Der Bruttogewinn beträgt 60,4 Millionen Franken und ging damit um 11,1% gegenüber dem Vorjahr zurück. Der Gewinn von 9,9 Millionen Franken aus dem Verkauf der Swisscanto-Beteiligung wurde vollständig an die Reserven für allgemeine Bankrisiken überwiesen, welchen insgesamt 25 Millionen Franken zur Eigenmittelstärkung zugewiesen wurden.

Die Bilanzsumme wuchs um 560 Millionen Franken auf 13,7 Milliarden Franken (+4,2%) an.

WACHSTUM DER HYPOTHEKARKREDITE

Auf der Aktivseite verzeichnen die Kundenausleihungen einen Anstieg um 201 Millionen Franken auf 10,7 Milliarden Franken. Die Hypothekarforderungen weisen einen Zuwachs um 253,3 Millionen Franken auf 8,3 Milliarden Franken (+3,2%) auf. Mit 2,424 Milliarden Franken nahmen die Forderungen gegenüber Kunden in einem sehr kompetitiven Markt um 52,4 Millionen Franken (-2,1%) ab.

Auf der Passivseite belaufen sich die Kundeneinlagen auf 9,1 Milliarden Franken. Dies entspricht einer Abnahme um 273 Millionen Franken bzw. 2,9%. Die Position Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform, welche um 381,5 Millionen Franken gewachsen ist, legte im Laufe der Jahre weiter zu.

Beim Ausserbilanzgeschäft sind die von der WKB verwalteten Depots im Zuge der Steuerkonformität um 153,2 Millionen Franken auf 6,9 Milliarden Franken zurückgegangen.

RÜCKGANG DER ERTRÄGE AUS DEM ZINSENGESCHÄFT

Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft nahm im Vergleich zum 30. Juni des Vorjahres um 7,9 Millionen Franken (-9,1%) auf 78,7 Millionen Franken ab.

Die von der SNB beschlossene Einführung negativer Zinssätze erhöhte die Kosten für die Absicherungsgeschäfte der Bank im Rahmen ihres Bilanzstrukturmanagements. Die Abnahme erklärt sich durch diesen Umstand und die anhaltend tiefen Zinssätze.

Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft weist ein Ergebnis von 16 Millionen Franken auf und ist somit trotz den veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen um 0,8% gestiegen.

STEIGERUNG DER ÜBRIGEN ERTRAGSQUELLEN

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft zeigt ein stabiles Ergebnis von 7,6 Millionen Franken (+0,6 %). Dieser Bereich setzt sich hauptsächlich aus Devisenerträgen zusammen.

Der übrige ordentliche Erfolg weist mit 9,3 Millionen Franken einen Anstieg um 2,9 Millionen Franken aus, welcher im Wesentlichen auf den Erfolg aus Veräusserungen von Finanzanlagen zurückzuführen ist.
Insgesamt trugen die verschiedenen Erträge der WKB gemeinsam dazu bei, dass der Bruttohalbjahresertrag die Summe von 111,5 Millionen Franken erreichte. Dies entspricht einem Rückgang von 4,9 Millionen Franken (-4,2%).

HÖHERER GESCHÄFTSAUFWAND DURCH ENTSCHÄDIGUNG DER STAATSGARANTIE

Der Geschäftsaufwand verzeichnet eine Zunahme von 2,7 Millionen Franken, wovon 2 Millionen Franken auf die Entschädigung der Staatsgarantie zurückzuführen sind. Damit entstehen der Bank infolge der Annahme des Dekrets ETS1 mittels Volksabstimmung vom 30. November 2014 jährliche Mehrkosten von 3.9 Millionen Franken. Der Aufwand für Informatik per 30. Juni 2014 wurde aufgrund der neuen FINMA-Richtlinien angepasst (Änderungen der Rechnungsführungsgrundsätze).

BRUTTOGEWINN WIE ERWARTET

Der Bruttohalbjahresgewinn (Cash-flow) beläuft sich auf 60,4 Millionen Franken. Dies entspricht
einer Abnahme von 7,6 Millionen Franken bzw. 11,1%.

Die Position Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste beziffert sich zum Zeitpunkt der Zwischenbilanz insgesamt auf 16 Tausend Franken. Dazu sei präzisiert, dass der Wertberichtigungsbedarf für Ausfallrisiken aufgrund einer individuellen Bewertung der Forderungen ermittelt wird.

ZUWEISUNG VON 25 MILLIONEN FRANKEN AN DIE EIGENMITTEL

Trotz des schwierigen wirtschaftlichen und monetären Umfeldes ist die WKB in der Lage - so wie im ersten Halbjahr 2014 - 25 Millionen Franken den Reserven für allgemeine Bankrisiken zuzuweisen und damit die gesetzlichen Eigenmittel der Bank weiter zu stärken.
Zur Jahresmitte erzielt die WKB einen Nettogewinn von 30,7 Millionen Franken. Dies entspricht einer Steigerung von 1% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014.

JAHRESAUSSICHTEN

Das erste Halbjahr 2015 endete für die Walliser Kantonalbank so wie zu Jahresbeginn erwartet. Die Einführung negativer Zinssätze, welche die Kosten für die Absicherungsgeschäfte direkt beeinflusst, sowie die von der SNB beschlossene Aufgabe des Franken-Euro-Mindestkurses veranlassten die Bank dazu, ihre Refinanzierungsstrategie neu auszurichten. Diese Situation und die durch Volksabstimmung angenommene Entschädigung der Staatsgarantie werden das operative Ergebnis bis zum Jahresende weiterhin beeinflussen. Die Entwicklung der übrigen Erträge und der Verkauf ihrer Swisscanto-Beteiligung dürften der Bank dennoch zu einem Jahresergebnis in Vorjahreshöhe verhelfen.

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