Economie & Finance

WKB Wirtschaftsindikator – Bauwirtschaft im Kanton Wallis

Ein herausforderndes Jahr für die Walliser Bauwirtschaft.

Trotz der leichten Steigerung der Baugesuche im ersten Quartal wird für den Sektor für das Gesamtjahr ein schwieriges Umfeld erwartet. Eine leichte Erholung wird für das Jahr 2020 prognostiziert.

Reale Bruttowertschöpfung : Bauwirtschaft

Aktuelle Lage

  • Im Jahr 2018 war das Baugewerbe für rund 7 Prozent der gesamten nominalen Wertschöpfung des Kantons Wallis verantwortlich. 44 Prozent davon entfielen auf die Hochbaubranche; Unternehmen aus der Tiefbaubranche waren für rund 7 Prozent verantwortlich. Die grösste Teilbranche bleibt somit das Ausbaugewerbe und die vorbereitenden Baustellenarbeiten (49 Prozent).
  • Im Hochbau waren 2018 sowohl Baubewilligungen als auch Baugesuche –  nach einem Anstieg der beiden Indikatoren im Vorjahr – rückläufig. Eine stärkere Reduktion wurde dabei bei den Baugesuchen verzeichnet. Während Letztere sich zu Beginn des Jahres 2019 wieder leicht zu erholen scheinen, bleibt der negative Trend bei den Baubewilligungen bestehen.
  • Im Tiefbau sind sowohl die Baubewilligungen als auch Baugesuche im Jahr 2018 gesunken. Der negative Trend scheint sich auch zu Beginn des Jahres 2019 fortzusetzen: Im Tiefbau sind die absoluten Werte deutlich tiefer als im Hochbau.

Aussichten

  • Die vorliegenden Indikatoren deuten nach einer kurzfristigen Erholung im Jahr 2018 im laufenden Jahr eine negative Entwicklung in der Walliser Baubranche an. Für das Jahr 2019 wird ein Rückgang der realen Bruttowertschöpfung um 2.2 Prozent erwartet. Für das Jahr 2020 sogar ein Minus von 3 Prozent. Erst im Jahr 2021 gehen wir von einer leichten zyklischen Erholung in allen drei Teilbranchen aus.
  • Mit schweizweit verhaltenen Signalen hinsichtlich der Vorlaufindikatoren, leicht getrübten Konjunkturaussichten sowie gestiegenen (regionalen) Leerständen wird auch für die gesamte Schweiz ein leichter Rückgang der Wertschöpfung im Bausektor von 0.6 Prozent im laufenden Jahr und nur eine leichtes Plus im kommenden Jahr prognostiziert.
  • Das negative Wachstum der realen Wertschöpfung wirkt sich auch auf die Beschäftigtenzahlen aus. In den Jahren 2019 und 2020 wird für die Walliser Baubranche ein Minus von 1.5 respektive 2.5 Prozent erwartet. Auch hier kann erst im Jahre 2021 mit einer erneuten Beschäftigungszunahme gerechnet werden.

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