Economie & Finance

WKB - Wirtschaftsindikator 01/2016

Walliser Konjunktur im Januar 2016

Walliser Konjunkturindikator stark negativ

Der Walliser Konjunkturindikator deutet im Berichtsmonat Januar 2016 auf ein sehr deutliches Minus der Walliser Wirtschaft von 5.1% hin. Im Vergleich zum Vormonat hat sich der Walliser Konjunkturindikator damit verschlechtert (Dezember 2015: -0.3%). In den letzten 10 Jahren gab es keinen Monat, in dem der Konjunkturindikator derart stark im Minus war wie im Januar 2016.


Minus bei den Walliser Ausfuhren

Die ausländische Nachfrage nach Walliser Gütern ist im 4. Quartal 2015 insgesamt um 11.1%  geschrumpft. Dies ist vor allem auf die Ausfuhren der chemisch-pharmazeutischen Industrie zurückzuführen, die im Vergleich zum Vorjahresquartal knapp 17% verloren haben. Von den anderen beiden gewichtigsten Exportbranchen sind die Ausfuhren der Warengruppe «Maschinen, Apparate, Elektronik» ebenfalls deutlich im Minus (-8.8%), während diejenigen der Metallindustrie nur leicht geschrumpft sind (-0.5%).


Wohnungsbau schrumpft deutlich

Gemäss den Indikatoren des Schweizerischen Baumeisterverbands ist die Bautätigkeit im Kanton Wallis im 4. Quartal 2015 um 10.5% rückläufig. Diese Entwicklung kommt durch einen sehr starken Rückgang im Bereich Wohnungsbau zustande (-37.2%), welcher durch das Plus im Tiefbau von 8.2% nicht komplett kompensiert werden konnte.


Ausländische Nachfrage in der Walliser Hotellerie verliert sehr stark

Die Walliser Hotellerie verzeichnete im Januar 2016 einen Rückgang der Übernachtungszahlen von 8.9%. Dabei ist die inländische Nachfrage um 3.2% und die Nachfrage ausländischer Gäste um 15.7% geschrumpft. Für die bisherige Wintersaison 2016 (November 2015 bis Januar 2016) ergibt sich ein Minus von 8.5% (inländische Nachfrage: -2.2%, ausländische Nachfrage: -15.9%).


Leicht erhöhte Arbeitslosenquote

Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Kanton Wallis lag im Berichtsmonat Januar 2016 bei 4.5%. Damit zeigte sich die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat leicht erhöht (Dezember 2015: 4.4%).

 

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