Economie & Finance

WKB-Wirtschaftsindikator

November 2017

Bauwirtschaft im Kanton Wallis

Zur Walliser Bauwirtschaft zählen die Branchen Hochbau (Errichtung von Gebäuden), Tiefbau (allen voran Strassenbau) sowie das Ausbaugewerbe (beispielsweise Maler oder Elektroinstallateure). Die letzten beiden sind sowohl im Hoch- als auch Tiefbau-bereich tätig.

Aktuelle Lage

  • Das Baugewerbe zeichnete im Jahr 2016 für 7.5% der gesamten nominalen Wertschöpfung im Kanton Wallis verantwortlich. Davon entfielen 42% auf Unter-nehmen der Branche Hochbau während der Tiefbau nur gerade 6% ausmachte. Die grösste Teilbranche ist somit das Ausbaugewerbe und die vorbereitenden Baustellenarbeiten (52%).
  • Im Hochbau sind die Baubewilligungen der ersten zehn Monaten des laufenden Jahres im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5% gesunken. Positiv stimmte je-doch, dass die Baugesuche im Hochbau von Januar bis Oktober 2017 im Ver-gleich zur Vorjahresperiode gewachsen sind (+19%).
  • Anders gibt sich das Bild für den Tiefbau. Während die Baugesuche im Jahr 2017 rückläufig waren, lagen die Walliser Baubewilligungen dieser Bauart deutlich im Plus, jedoch historisch gesehen auf tiefem Niveau. Grundsätzlich sind die absolu-ten Zahlen im Tiefbau sehr viel kleiner als im Hochbau.

Aussichten

 

  • Das vergangene Jahr war geprägt von einem deutlichen Rückgang der realen Wertschöpfung in der Walliser Bauwirtschaft (-2.7%), welcher durch die Folgen der Zweitwohnungsinitiative hervorgerufen wurde.
  • Aufgrund der Signale von Seiten der Baubewilligungen sind die Aussichten für das Jahr 2017 ebenfalls pessimistisch. Der Rückgang dürfte grösser ausfallen als im Vorjahr und die reale Wertschöpfung wird nach unseren Einschätzungen sogar um 4.7% sinken. Auch bei der Beschäftigung muss wie in 2016 auch im Jahr 2017 mit einem Beschäftigungsrückgang von über 5% gerechnet werden. Dabei dürften alle drei Unterbranchen von diesem Rückgang betroffen sein.
  • Ab dem Jahre 2018 dürfte sich dann eine spürbare Erholung einstellen. Diese Einschätzung wird einerseits von den zugrundeliegenden Baugesuchen, aber auch von den einem dynamischen Bevölkerungsentwicklung (2018:+1.2%) un-termauert. Vor dem Hintergrund dieser Erholung dürfte ab dem Jahr 2018 auch die Zahl der Stellen in der Walliser Bauwirtschaft wieder zunehmen.

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