Economie & Finance

WKB-Wirtschaftsindikator

Aussenhandel im Kanton Wallis

Monatliche Kurzanalyse für den Kanton Wallis

Struktur der Walliser Exporte  

  • Die wichtigsten Exportgüter des Kantons Wallis waren im Jahr 2017 chemische und pharmazeutische Produkte. Diese Warengruppe zeichnete sich für 45.5% der gesamten Walliser Exporte verantwortlich. Den Hauptteil machten dabei agro-chemische Erzeugnisse aus, welche insgesamt 32% beisteuerten. Immerhin 6.8% aller Walliser Warenausfuhren waren den übrigen chemischen Endprodukten zuzuordnen, darunter fallen klassische Medikamente.
  • Im Vergleich zur Exportstruktur der Schweiz zeigen sich hier grosse Unterschiede. Zwar waren auch auf nationaler Ebene die Exporte der chemisch-pharmazeutischen Produkte mit einem Anteil von 34% sehr dominant, allerdings waren hier vor allem pharmazeutische Produkte wichtig, während agrochemische Erzeugnisse kaum eine Rolle spielten.
  • Ebenfalls von grosser Bedeutung war die Ausfuhr von Aluminium. Diese Waren-gruppe besass im gesamten Jahr 2017 einen Anteil von 39.1% an den totalen nominalen Güterexporten des Kantons Wallis. 

 

 

Der Walliser Aussenhandel 2017 

  • Die ausländische Nachfrage nach Walliser Gütern ist im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 4.2% zurückgegangen. Damit war die Entwicklung deutlich schwächer als jene in der gesamten Schweiz (+4.8%).
  • Grund für diese schwache Entwicklung waren die Ausfuhren von agrochemischen Erzeugnissen, welche stark eingebrochen sind (-26.1%). Ebenfalls abgenommen haben die Ausfuhren von chemischen Grundstoffen (-4.9%).
  • Andere wichtige Gütersegmente wie etwa die übrigen chemischen Produkte (+7.1%), Aluminium (+14.7%) oder auch Industriemaschinen (+13%) konnten hingegen spürbar zulegen und so den Einbruch der agrochemischen Erzeugnisse teilweise kompensieren.

 

 

Erwartungen für den Walliser Aussenhandel 2018 

  • Im weiteren Jahresverlauf wird sich die Aussennachfrage nach Walliser Produkten nach unserer Einschätzung dank der sich beschleunigenden Weltkonjunktur sowie der erwarteten stetigen Abwertung des Schweizer Frankens verbessern.
  • Für die Branchen Chemie und die Metalle, welche die überwiegende Mehrzahl der Walliser Exporte herstellen, erwartet BAK Economics dementsprechend im Jahr 2018 ein Wertschöpfungswachstum von real 3.3% in der chemischen Industrie, respektive 2.5% in der Metallindustrie.

 

 

BAK Economics ist Wissensfirma, Wirtschaftsforschungsunternehmen und Kon-junkturforschungsinstitut. Wir machen die Erkenntnisse volkswirtschaftlicher Analysen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar.

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