Economie & Finance

WKB-Wirtschaftsindikator

Die wichtigsten Exportgüter des Kantons Wallis waren im Jahr 2018 die Metalle.

Aussenhandel im Kanton Wallis


Struktur der Walliser Exporte

  • Die wichtigsten Exportgüter des Kantons Wallis waren im Jahr 2018 die Metal-le. Diese Warengruppe zeichnete sich für beinahe 44 Prozent der gesamten Walliser Exporte verantwortlich. Für den Hauptteil davon zeichnete sich Alumi-nium verantwortlich, welches insgesamt 40.4 Prozent des Werts der gesamten Güterausfuhren beisteuerte. Das zweite Standbein der Walliser Exportindustrie ist die Ausfuhr chemischer und pharmazeutischer Produkte. Hierbei sind agro-chemische Erzeugnisse von grösster Bedeutung.
  • Im Vergleich zur Exportstruktur der Schweiz zeigen sich grosse Unterschiede. So spielen Metalle in der nationalen Betrachtung kaum eine Rolle. Hingegen sind für die gesamte Schweiz auch die Exporte der chemisch-pharmazeutischen Produkte mit einem Anteil von rund 35 Prozent sehr dominant. Allerdings waren hier vor allem pharmazeutische Produkte wichtig, während agrochemische Er-zeugnisse kaum eine Bedeutung hatten.

Der Walliser Aussenhandel 2018

  • Die ausländische Nachfrage nach Walliser Gütern hat im Jahr 2018 im Ver-gleich zum Vorjahr stagniert. Damit war die Entwicklung deutlich schwächer als jene in der gesamten Schweiz (+5.7%).
  • Grund für diese schwache Entwicklung waren die Ausfuhren von agrochemi-schen Erzeugnissen und chemischen Grundstoffen, welche stark eingebrochen sind. Positiv zu werten ist aber die Tatsache, dass die Exporte von chemischen Endprodukten, sprich pharmazeutischen Gütern, gleichzeitig angezogen haben. Hier scheint eine Verschiebung von Vorleistungsgütern (chemisch Grundstoffe) hin zu Endprodukten stattzufinden. 
  • Die gewichtigen Metalle konnten im Jahre 2018 im Vergleich zum Vorjahr zule-gen. Dabei ist interessant, dass trotz Strafzölle auf Stahl und Aluminium die Ausfuhren in die USA zulegen konnten. Leider spielen die USA als Zielmarkt für die Walliser Metallausfuhren kaum eine Rolle, da nur 2 Prozent dieser Güter dorthin exportiert werden.

Erwartungen für den Walliser Aussenhandel 2019

  • Die freundlichen Aussichten für die Walliser Exporteure bleiben intakt, wenn gleich von Seiten der Eurozone als wichtigster Absatzmarkt weniger Impulse kommen werden. Grund hierfür ist die abnehmende Konjunkturdynamik im Eu-roraum. Dies betrifft hauptsächlich die Investitionsgüterindustrie, wozu -die Metall und Aluminiumproduzenten gehören.
  • Dem entgegen dürfte die weltweit positive Nachfrage nach pharmazeutischen Produkten wirken. Hier spielen fundamentale Faktoren eine grössere Rolle als die Konjunktursituation. Eine alternde Bevölkerung und der steigende Bedarf an Medikamenten lassen uns für diese Branche optimistisch in die Zukunft bli-cken.

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