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Automatischer Informationsaustausch (AIA)

Um was geht es beim AIA?

Der automatische Informationsaustausch (AIA) beruht auf einer von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erarbeiteten Norm zum automatischen Informationsaustausch in Steuersachen, deren Ziel die Bekämpfung von Steuerbetrug ist. Mehr als 100 Länder, darunter auch die Schweiz, haben sich zur Anwendung dieser Norm verpflichtet. Die Vereinigten Staaten bilden mit ihrer eigenen FATCA-Norm eine Ausnahme. Auf nationaler Ebene hat die Schweiz das Gesetz über den internationalen automatischen Informationsaustausch in Steuersachen verabschiedet (AIAG), welches als Rechtsgrundlage des AIA dient.

Die Norm zwingt meldepflichtige Schweizer Finanzinstitute zur Identifizierung meldepflichtiger Konten und zur Übermittlung der Daten an die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV). Der Informationsaustausch findet danach zwischen den Steuerbehörden der verschiedenen Länder statt, wie in der nachfolgenden Illustration dargestellt.

Die ersten Daten werden seit dem 1. Januar 2017 gesammelt und seit 2018 mit den Partnerstaaten ausgetauscht. Für in der Schweiz ansässige Personen, die Vermögenswerte in anderen Unterzeichnerstaaten halten, bedeutet diese Datenübermittlung, dass ihre Banken im Ausland Informationen über ihre jeweiligen Steuerbehörden an die ESTV weiterleiten werden.

Als meldepflichtiges Schweizer Finanzinstitut im Sinne der Bestimmungen des AIAG ist die WKB verpflichtet, an diesem Meldeprogramm teilzunehmen. 

Welche Kunden sind vom AIA betroffen? 

Die Norm gilt sowohl für natürliche als auch juristische Personen. Ist ein Kunde in einem AIA-Land steuerlich ansässig und besitzt er Vermögenswerte in einem anderen teilnehmenden Partnerstaat, so ist er vom AIA betroffen. Die Schweiz hat mit sämtlichen Staaten der Europäischen Union und mit einigen anderen Ländern ein Abkommen getroffen. Die vollständige Liste der Partnerstaaten der Schweiz befindet sich auf der Webseite des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen (SIF).

Welche Informationen werden ausgetauscht ?

Jeder in einem Partnerstaat steuerlich ansässige Kunden muss Informationen übermitteln wie :

Personenbezogene Daten :

Name und Vorname

Steueridentifikationsnummer 

Adresse 

Geburtsdatum

Daten zu dem/den meldepflichtigen Konto/Konten :

Kontonummer

Gesamtbruttoertrag aus Dividenden, Zinsen und anderen Renditen

Gesamtbruttoerlös aus der Veräusserung oder dem Rückkauf von Vermögenswerten

Gesamtsaldo oder -wert des Kontos per Ende des jeweiligen Kalenderjahres

Daten zur WKB :

Name

Identifikationsnummer der Bank 

Welches sind die Auswirkungen für die Kunden?

Der AIA tritt am 1. Januar 2017 in Kraft. Dies hat unter anderem zur Folge, dass das Zinsbesteuerungsabkommen von 2005 zwischen der EU und der Schweiz sowie die Quellensteuerabkommen mit Grossbritannien und Österreich ausser Kraft gesetzt werden.

Die Norm verlangt, dass die Banken ihre Verfahren zur Identifizierung ihrer Kunden erweitern, sowohl für Neu- als auch Bestandskunden. Im Rahmen der Erweiterung dieser Verfahren wird die WKB von ihren Kunden spezifische Informationen und Dokumente verlangen, die ihr die Bestimmung ihres AIA-Status ermöglichen. 

Zusatzinformationen

 

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