Banque cantonale du Valais

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Die WKBWirtschaftsinformationen

Konjunkturspiegel

Die Sicht der Walliser Industrie- und Handelskammer

Das Wallis altert

Die Alterung der Bevölkerung betrifft alle Industrieländer. Die sinkenden Geburtenraten und die steigende Lebenserwartung bringen die Alterspyramide ins Wanken.

Auch das Wallis kann sich diesem Trend nicht entziehen. Die Alterung wird hier sogar noch beschleunigt. Bei jungen Menschen beobachtet man den Trend, die Ausbildung oder den Berufseinstieg auswärts zu absolvieren, wohingegen ältere Menschen wegen der Lebensqualität zuwandern. Noch vor fünfzehn Jahren hatte die Walliser Bevölkerung das tiefste Durchschnittsalter der Westschweiz vorzuweisen. Heute hält sie den höchsten Anteil an Menschen über 65 Jahren. In zehn Jahren wird der grösste Teil der Babyboomer in Rente gehen und der Bevölkerungsanteil der Werktätigen wird schrumpfen.

Die Debatten um die Vorsorge 2020 haben bereits einen ersten wirtschaftlichen Aspekt aufgezeigt. Um den Fortbestand des Rentensystems angesichts steigender Lebenserwartung bei gleichzeitigem Rückgang der Erwerbstätigen zu sichern, wird die Belastung, die auf letzteren ruht, zunehmen. Die Nachfolge in den Unternehmen ist ein weiterer Aspekt. Unsere Wirtschaft setzt ein hohes Mass an Ausbildung und Erfahrung voraus. Ohne Mitarbeiter kann kein Unternehmen Mehrwert und Wohlstand für die Gesellschaft produzieren. Das Vorhandensein gut ausgebildeter Mitarbeiter ist somit ein äusserst wichtiger Faktor, wenn es um die Ansiedlung neuer Unternehmen geht.

Beim dritten Aspekt handelt es sich um eine Chance. Die jungen Rentner werden über mehr Zeit, mehr Mittel und eine bessere Gesundheit verfügen. Der Eintritt der Babyboomer ins Rentenalter wird die Nachfrage in sämtlichen Bereichen der Freizeitgestaltung, der Unterhaltung und der Pflege ankurbeln.

Wie kann man die Risiken abmindern und die Chance am besten nutzen? Einerseits muss man die Produktivität der Unternehmen steigern und die Integration in den Arbeitsmarkt fördern. Voraussetzung dafür ist eine kantonale Steuerreform, die gegenwärtig den Mehrwert und die Technologie besteuert, und sich negativ auf die Erwerbstätigkeit beider Ehepartner auswirkt.

Zudem müssen mikroökonomische Reformen in den Bereichen umgesetzt werden, die von der Alterung profitieren. Oft handelt es sich um stark reglementierte oder unter halbstaatlicher Aufsicht stehende Tätigkeiten, die jedoch einen hohen Grad an Innovation voraussetzen.

Werden wir den Mut aufbringen, uns diesen Fragen zu stellen? Unserer Gesellschaft wird in den nächsten zehn Jahren wohl nichts anderes übrigbleiben.

Aus Sicht der Walliser Kantonalbank

Die 11. Studie über das Westschweizer Bruttoinlandsprodukt, die vom CREA-Institut für angewandte Wirtschaft der Universität Lausanne ausgearbeitet wurde und die anlässlich des 14. Forum des 100 von den Westschweizer Kantonalbanken am 24. Mai 2018 in Lausanne veröffentlicht wurde, enthält eine interessante Analyse über die Umsetzung der Energiestrategie 2050 in der Westschweiz. Diese Problematik ist für das Wallis besonders wichtig, da auf den Sektor «Erzeugung und Vertrieb von Strom sowie Wasser» 4,7% des BIP entfällt, wogegen es im Westschweizer Durchschnitt nur 1,9 % sind.

Die Botschaft von 2013 des Bundesrats an das Parlament zur Revision des Energiegesetzes ist sehr klar: «Mit der Energiestrategie 2050 sollen unter anderem der Endenergie- und der Stromverbrauch reduziert, der Anteil der erneuerbaren Energien erhöht und die energiebedingten CO2-Emissionen gesenkt werden». Im Auftrag der Westschweizer Kantonalbanken hat sich das Centre de l’Energie (CEN) der Eidg. Technischen Hochschule in Lausanne mit der dreifachen Herausforderung der Energiewende befasst: weniger konsumieren, auf andere Weise Energie erzeugen und die Energie besser nutzen.

Neben dem Ausstieg aus der Atomenergie muss der Verbrauch von fossilen Treib- und Brennstoffen (Heizöl, Treibstoffe und Erdgas), die die Hälfte der Energieträger darstellen, bis 2050 um 72% verringert werden. Diese fossilen Treib- und Brennstoffe müssen durch erneuerbare Energien ersetzt werden, deren Produktion verdoppelt werden muss. Die wichtigsten Energieformen sind Wind, Wasser und Sonne. Für sie ist das Wallis ein unerlässlicher Partner mit einem erheblichen Potenzial.

Diese Alternativen sind jedoch nicht ausreichend. Der Rest muss durch eine bessere Energieeffizienz eingespart werden. Es geht darum, die Energieverluste zu vermindern und effizientere Technologien vermehrt zu nutzen. Laut der EPFL entspricht das Energieeinsparungspotenzial der Hälfte des Energieverbrauchs in der Schweiz und die wichtigsten Einsparungsmöglichkeiten bestehen bei den Gebäuden (55%), der Industrie (30%), beim Transport (10 %) und bei den Dienstleistungen (5%). In diesem Bereich verfügt das Wallis auch über günstige Rahmenbedingungen, einen klaren politischen Willen und über ein Kompetenzzentrum mit hohem Qualifikationsniveau und den Synergien, die die Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) Wallis, die Stiftung für Innovation «The Ark» und die Lehrstühle der EPFL im Wallis bieten.

Gesamtwirtschaft

Die Wirtschaft des Wallis wies im letzten Jahr ein BIP-Wachstum von 0.8 Prozent aus, womit die Dynamik leicht unter dem Schweizer Durchschnitt lag. Wachstumsstützen waren neben der Investitionsgüterindustrie die wichtigen Branchen des Dienstleistungssektors wie das Gastgewerbe, der Finanzsektor oder das Gesundheitswesen. Auf der anderen Seite bremste das Baugewerbe die Dynamik. Insbesondere die Nachwirkungen der Zweitwohnungsinitiative waren noch deutlich spürbar, was zu einer Kontraktion des Baus führte. Ebenso verlief die Entwicklung der bedeutenden chemisch-pharmazeutischen Industrie durchwachsen. So war diese Branche mit einer schwachen Auslandsnachfrage und rückläufigen Exporten konfrontiert.

In diesem Jahr geht BAK Economics von einer schnelleren Gangart aus. Wir prognostizieren ein schwungvolles Wachstum von 2.3 Prozent, was in etwa dem gesamtschweizerischen Durchschnitt entspricht. Mit der erwarteten Konjunkturbelebung in den kommenden Monaten sind es die exportorientierte chemisch-pharmazeutische Industrie sowie die Investitionsgüterindustrie, welche Wachstumsimpulse liefern. Auf Seiten der Dienstleistungen ist eine breit abgestützte Zunahme zu erwarten, wobei der öffentliche Sektor die grössten Wachstumsimpulse zu liefern vermag.

    • Wirtschaft-Sektoren

      Primärsektor

      2017 beläuft sich der auf Basis der gezahlten Produzentenpreisen geschätzte Bruttoertrag der Walliser Landwirtschaft auf 307 Millionen Franken. Dieses Ergebnis erscheint unter den schwächsten niemals registriert. Der Frost und die Trockenheit haben im Pflanzenbau, besonders im Reb-, Obst- und Futterbau Verluste verursacht. Die Tierproduktion war durch das Unwetter weniger tangiert. 

      2017 hat die Walliser Landwirtschaft ein katastrophales wirtschaftliches Ergebnis verbucht. Die Ursachen sind bekannt, darunter der Frost im April und die anschliessende dauerhafte Trockenheit, zumal die Niederschläge in 8 von 11 Monaten von Dezember 2016 bis Oktober 2017 unter der Norm lagen. Hauptleidtragende dieser Naturlaunen waren der Reb- und der Obstbau.

      Die 4850 ha Walliser Rebflächen brachten weniger Wein hervor als der Kanton Waadt mit seinen 3775 ha. Der Bruttoertrag des Walliser Rebsektors erreicht 150 Millionen Franken. Verglichen mit dem vorigen Jahrgang sinkt er um fast 20%. Im Obstsektor beträgt der Bruttoertrag 52 Millionen Franken, was einem Rückgang um 27% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Konkret fiel der Wert von Steinobst um 46%. Insbesondere wurde die Hälfte der Aprikosenernte vernichtet. Am schwersten traf es die Hangkulturen, bei denen nur begrenzte Frostschutzmassnahmen möglich sind. Das wirtschaftliche Ergebnis bei den Birnen ging um 27% zurück, während Beeren und Äpfel um 21% bzw. 13% einbrachen. 

      Bei der Berechnung des Bruttoertrags im Wein- und Obstbau wird der Saldo der Zahlung der Vorjahresernte eingeschlossen. Denn zahlreiche Kellereien und Obsthändler zahlen ihre Waren in Raten. Dies täuscht ein wenig über diesen Rückgang hinweg. Zur Erinnerung: 2016 hatte das Volumen der Weinlese und der Obsternte dem mehrjährigen Mittel entsprochen.

      Der Futterbau ist ebenfalls aber in einem kleineren Mass beeinträchtigt worden. Glücklicherweise haben der Gemüsebau und der Ackerbau im Chablais ein mit dem Geschäftsjahr 2016 vergleichbares wirtschaftliches Ergebnis erzielt.

      Während die kumulierte Schweizer Milchproduktion im Jahr 2017 stabil war, ist die Milchproduktion des Walliser Milchverbands um 6% zurückgegangen. Die Krise, die 2015 begann, zieht unsere Erzeuger der Milchindustrie weiterhin schwer in Mitleidenschaft. Der Einbruch in diesem Sektor beträgt 11%. Die wirtschaftliche Situation ist aber immer gut im Käsereimilchsektor: Gegenüber dem Vorjahr blieb diese Produktionsmenge stabil. Der Bruttoertrag des Milchsektors hält sich, weil zunehmend auf eine Verarbeitung mit höherer Wertschöpfung umgestellt wird. Aufgrund der guten Lage am Rindfleischmarkt erreicht der Rohertrag des Tiersektors 82 Millionen Franken.

      Alles in allem liegt der Bruttoertrag des Agrarsektors 2017 unter 307 Millionen Franken. Ein noch schlechteres Ergebnis wurde lediglich im Jahre 1975 verzeichnet.

      Die in den vorgenannten Zahlen nicht enthaltenen Direktzahlungen belaufen sich auf 128 Millionen Franken wie 2016. Diese öffentlichen Beihilfen vergüten nicht marktbestimmte Leistungen der Landwirte (z.B. die Bewirtschaftung von Boden und Landschaft für den Tourismus, die Erhaltung einer Bevölkerung und eines Wirtschaftsgefüges in ländlichen Zonen).

      Das Bundesamt für Statistik (BFS) errechnet den Gesamtwert der Agrarproduktion pro Kanton. Dieser Wert unterscheidet sich vom vorgenannten Bruttoertrag, insofern er auch die Wertschöpfung im Zusammenhang mit der Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten direkt auf dem Hof einschliesst. Zum Beispiel wird die Milchverarbeitung auf dem Hof unter Käse verbucht. 2017 erwirtschaftet der landwirtschaftliche Sektor unseres Kantons einen Gesamtwert von 496 Millionen Franken, d. h. 7% weniger als im Vorjahr.

      Nach Abzug der Produktionsmittelkosten schätzt das BFS die Brutto-Wertschöpfung der Walliser Landwirtschaft auf 269 Millionen Franken. Die Wertschöpfung der Walliser Landwirtschaft liegt bei 54% des Gesamtwerts der Agrarproduktion und ist deutlich über dem Durchschnitt der schweizerischen Landwirtschaft, bei welcher dieser 39% beträgt.

      Das Netto-Unternehmenseinkommen entspricht der restlichen Wertschöpfung (einschliesslich Direktzahlungen) nach Abzug der Löhne, Pachtzinsen, Bankzinsen und Steuern. 2017 sinkt es sich um 19% und liegt bei 173 Millionen Franken. Hierdurch belegt die Walliser Landwirtschaft im interkantonalen Vergleich den neunten Platz. Das Wallis ist einer der zehn Kantone, in denen die Landwirtschaftsbetriebe insgesamt betrachtet, vor öffentlichen Subventionen, einen positiven Sektorertrag erwirtschaften.

      Sekundärer Sektor

      Im Jahr 2017 ist der sekundäre Sektor kaum gewachsen (+0.4%). Dies ist einerseits der schwachen Baukonjunktur aber vor allem auch der chemischen Industrie geschuldet, welche einen starken Rückgang der Exporte zu verkraften hatte. Die nominalen Warenausfuhren von agrochemischen Erzeugnissen sind im gesamten Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 25 Prozent zurückgegangen. Dem gegenüber stand eine boomende Investitionsgüterindustrie. Im laufenden Jahr wird sich das Konjunkturbild nach unserer Einschätzung deutlich aufhellen. Die steigende Auslandsnachfrage und die Abwertung des Frankens, beziehungsweise der damit verbundene Exportanstieg, sowie die hohe Investitionsbereitschaft im Inland werden dem sekundären Sektor im 2018 einen Wachstumsschub ermöglichen.

      CHEMISCH-PHARMAZEUTISCHE INDUSTRIE
      Im Jahr 2017 verlor die Dynamik der chemischen Industrie deutlich an Kraft (2017: +0.4%, 2016: +3.9%). Besonders die Agro- chemie litt unter den rückläufigen Exportzahlen. Die pharmazeutische Industrie hingegen gewann im Jahr 2017 viel Schwung und wuchs starke 5.5 Prozent. Die Entwicklung dürfte nach unserer Einschätzung im Jahr 2018 in beiden Branchen aber deutlich nach oben zeigen. Besonders auch wegen fundamentaler Faktoren wie der alternden Bevölkerung und der aufwärtsgerichteten weltweiten Nachfrage nach Medikamenten. Insgesamt rechnet BAK Economics im laufenden Jahr mit einer Zunahme der realen Wertschöpfung der chemisch-pharmazeutischen Industrie im Kanton Wallis um 4.9 Prozent.

      INVESTITIONSGÜTERINDUSTRIE
      Die Investitionsgüterindustrie hat im Jahr 2017 Schwung aufgenommen und konnte stark expandieren (+5.4%). Sowohl die Metallerzeugnisse wie auch der Maschinenbau sind stark gewachsen. Gleichzeitig ist die reale Wertschöpfung der Elektronik-, Optik- und Uhrenindustrie aber nur leicht angestiegen. Die unterschiedliche Gangart in den einzelnen Teilbranchen untermauern auch die Exportzahlen. Während die Warenausfuhren aus dem Elektrotechnik und dem Elektronikbereich im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind, verzeichneten die Gütergruppen «Metalle» und «Industriemaschinen » deutliche Zunahmen. Dank dem guten globalen Konjunkturumfeld und der intakten inländischen Investitionstätigkeit wird die Investitionsgüterindustrie nach unserer Einschätzung im Jahr 2018 um starke 5.0 Prozent wachsen.

      BAUWIRTSCHAFT
      Im Wohnbau des Kantons Wallis hat im Jahr 2017 als Folge der Zweitwohnungsinitiative eine Konsolidierung stattgefunden, wodurch die gesamte Bauwirtschaft einen Rückgang der Wertschöpfung hinnehmen musste (-4.4%). Aufgrund der vorliegenden Indikatoren, wie zum Beispiel der steigenden Anzahl von Baubewilligungen, gehen wir davon aus, dass die Bauindustrie in diesem Jahr die Trendwende schaffen wird und nach drei rezessiven Jahren wieder eine Zunahme der realen Wertschöpfung um 2.4 Prozent erfahren dürfte.

      Tertiärer Sektor

      Der tertiäre Sektor ist 2017 mit 1.2 Prozent mässig, aber doch deutlich dynamischer als der sekundäre Sektor gewachsen. Die grössten Wachstumsimpulse kamen vom Gesundheitswesen, dem Gastgewerbe und dem Finanzsektor. Insbesondere die Entwicklung im Gastgewerbe war nach zwei schwierigen Jahren erfreulich. Im laufenden Jahr wird der Dienstleistungssektor nach unserer Einschätzung erneut beschleunigen können. Haupttreiber sind die gewichtigen öffentlichen Dienstleistungen. Insgesamt rechnet BAK Economics im Jahr 2018 mit einem Wachstum des Walliser tertiären Sektors von 1.8 Prozent, womit das Wallis im Bereich des Schweizer Mittels liegt.

      GASTGEWERBE

      Das Walliser Gastgewerbe setzt sich aus der Beherbergungsindustrie und der Gastronomie, bei der auch nicht-touristischer Konsum berücksichtigt wird, zusammen. Die Logiernächte waren 2017 kräftig angestiegen (+7.1%), wobei sowohl bei ausländischen Gästen (+10.2%), welche gut 45 Prozent der Gäste ausmachen, aber auch bei Gästen aus der Schweiz (+4.6%) eine Zunahme zu verzeichnen war. Mit diesen Vorgaben folgte nach zwei Jahren mit einer rückläufigen Wertschöpfungsentwicklung im Jahr 2017 eine kräftige Erholung der realen Wertschöpfung des Gastgewerbes (+3.7%). Damit scheint der Frankenschock wohl überwunden. Für das laufende Jahr bleiben wir im Zuge der erwarteten Frankenabwertung und des daraus resultierenden Anstiegs der internationalen Konkurrenzfähigkeit optimistisch, wenngleich die hohe Dynamik des Jahres 2017 aus unserer Sicht nicht mehr erreicht werden dürfte. Insgesamt prognostizieren wir für das Gastgewerbe ein kräftiges Wachstum von 2.0 Prozent für das Jahr 2018. 

      HANDEL
      Im Gegensatz zum Gesamtschweizer Durchschnitt, wo der Grosshandel ein deutlich höheres Gewicht aufweist, ist im Kanton Wallis der Gross- und der Detailhandel etwa gleichbedeutend. Der Handel ist im Jahr 2017 mit 1.0 Prozent verhalten gewachsen. Wachstumsimpulse kamen von Seiten des Grosshandels (+1.9%), während der Detailhandel sowie der Handel mit Motorfahrzeugen nur leicht zulegen konnten (+0.4% resp. +0.5%). Der Detailhandel gewinnt 2018 an Schwung, da die Rahmenbedingen, wie die Konsumentenstimmung relativ gut sind. Demgegenüber verliert der Grosshandel auf hohem Niveau etwas an Fahrt, was in der Summe der Faktoren in einer unveränderten Dynamik des gesamten Handels resultiert (+1.0%).

    • Nationale und internationale Lage

      WELT

      Die Aussichten für die Entwicklung der Weltwirtschaft sind weiterhin gut. Zwar deutet die leichte Abschwächung der Konjunkturindikatoren darauf hin, dass insbesondere in der Eurozone der Wachstumshöhepunkt mittlerweile überschritten ist. Doch die jüngsten Indikatoren sind immer noch im Einklang mit soliden Wachstumsraten. Die Konjunktur in der Eurozone wird dabei weiterhin durch das tiefe Zinsniveau und eine leicht expansive Geldpolitik unterstützt. In den USA wird dagegen vor allem die Steuerreform die Investitionstätigkeit der Unternehmen ankurbeln. Die robuste Konjunktur in den Industrieländern sollte in den kommenden Monaten auch die Exporte der Schwellenländer stützen. Für die Jahre 2018 und 2019 wird daher insgesamt ein Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 3.2 Prozent bzw. 3.0 Prozent prognostiziert. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Einführung von Strafzöllen durch die USA und China nicht in einen Welthandelskrieg mündet.

      SCHWEIZ

      Der Aufwärtstrend der Schweizer Wirtschaft hält an. Rückenwind kommt vom nach wie vor freundlichen internationalen Konjunkturumfeld, welches den Schweizer Aussenhandel in den kommenden Monaten stützen wird. Aber auch die inländische Endnachfrage sorgt zunehmend für Impulse, da die gute Stimmung der Unternehmen und der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt für eine Beschleunigung der Ausrüstungsinvestitio nen sowie des privaten Konsums sprechen. Für das Gesamtjahr 2018 prognostiziert BAK Economics ein kräftiges Wirtschaftswachstum von 2.4 Prozent. Im Jahr 2019 Ausrüstungsinvestition ist mit einer Normalisierung der konjunkturellen Entwicklung und einem Schweizer BIP-Wachstum von 1.7 Prozent zu rechnen.

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