Westschweizer BIP Wichtige Wirtschaftskennzahl
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Westschweizer BIP

Westschweizer BIP: Wachstum nimmt Fahrt auf

Die Westschweizer Wirtschaft scheint sich von der Aufgabe des Euro-Franken-Mindestkurses durch die SNB im Januar 2015 zu erholen. Während das BIP-Wachstum letztes Jahr noch 0,9% betrug, dürfte es dieses Jahr wieder auf 2,3% ansteigen und auch das nächste Jahr mit 1,9% relativ hoch bleiben. Dies geht aus den Wachstumsprognosen für das Westschweizer BIP hervor, die von den sechs Westschweizer Kantonalbanken in Zusammenarbeit mit dem CREA-Institut und dem Forum des 100 veröffentlicht wurden.

Gemäss dieser Studie, welche anlässlich des 13. Forum des 100 am 24. Mai in Lausanne präsentiert wurde, profitiert die Westschweiz von der Aufwertung des Euros gegenüber dem Franken und von der weltweiten Konjunkturaufhellung. Das letzte Jahr war ein Wendepunkt. Schon seit Januar 2015 hat sich der Franken ein wenig abgewertet und ab Sommer immer schneller. So hat der Franken seit Anfang 2017 etwa 10% seines Wertes gegenüber dem Euro verloren. Das weltweite Wirtschaftswachstum näherte sich im 2017 der 4%-Marke – einem Wert, den er seit dem rasanten Aufschwung, welcher auf die weltweite Rezession vom 2009 gefolgt war, nicht mehr erreichte. Das Erfreuliche daran: Das Wachstum ist breit abgestützt und wird sowohl von den Schwellenländern als auch von den Industrieländern getragen. Zudem sollte die Weltwirtschaft ihr Tempo in diesem und nächstem Jahr beibehalten.

In den Jahren 2018 und 2019 dürfte der Aufschwung breit abgestützt sein und sowohl vom sekundären als auch vom tertiären Sektor ausgehen. Das verarbeitende Gewerbe dürfte dank eines günstigen konjunkturellen Umfelds seinen Trend fortsetzen. Im Baugewerbe hingegen bleibt die Dynamik im Vergleich zu den Vorjahren moderat. Im Dienstleistungsbereich Im Baugewerbe hingegen bleibt die Dynamik im Vergleich zu den Vorjahren moderat. Im Dienstleistungsbereich dürften der Handel, Dienstleistungen für Unternehmen, das Immobiliengeschäft, öffentliche und halböffentliche Dienstleistungen, Finanzdienstleistungen sowie das Verkehrs- und Nachrichtenwesen und das Gastgewerbe das Wachstum antreiben.

Wichtige Wirtschaftskennzahl

Das BIP ist der am weitesten verbreitete Massstab für die Wirtschaftsleistung eines Landes oder Territoriums. Dieser Schlüsselindikator ermöglicht es, Entwicklungen im Zeitverlauf zu analysieren und Vergleiche zwischen Regionen anzustellen. Sie ist auch Gegenstand von Prognosen, die es Managern der Privatwirtschaft und politischen Entscheidungsträgern ermöglichen, ihre Entscheidungen besser vorzubereiten und ihre Projekte zu steuern.

Der Bund veröffentlicht Daten zum BIP der Schweiz sowie Schätzungen der kantonalen BIP für die Jahre 2008 bis 2015. Seit 2008 veröffentlichen die Westschweizer Kantonalbanken in Zusammenarbeit mit dem Forum des 100 ein Westschweizer BIP, welches historische Daten und Prognosen für das laufende und das folgende Jahr umfasst. Die Berechnungen werden vom CREA Institute of Applied Economics der HEC-Fakultät der Universität Lausanne nach einer transparenten Methode durchgeführt.

Bereits seit Februar 1999 veröffentlicht die Walliser Kantonalbank (WKB) in Partnerschaft mit der Walliser Industrie- und Handelskammer (WIHK) monatlich ihren "WKB-Wirtschaftsindikator" (Walliser BIP), welcher vom Institut BAKBASEL erstellt wird.

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