16 März 2026
Wallis

Die WKB, eine solide und rentable Bank

Bertrand Crittin Von Bertrand Crittin
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Sehr gute Ergebnisse 2025 für die Walliser Kantonalbank

Die Walliser Kantonalbank (WKB) erzielt das drittbeste Ergebnis ihrer Geschichte in einem anspruchsvollen Umfeld, das insbesondere durch stark rückläufige Zinssätze und zunehmende wirtschaftliche Unsicherheiten geprägt ist. Die Bilanzsumme erreicht die 22-Milliarden-Grenze (+5,7 %). Die Kundenausleihungen sind um CHF 720,2 Millionen (+4,6 %) und die Kundengelder um CHF 862,8 Millionen (+7,1 %) gestiegen. Der Geschäftserfolg bleibt mit CHF 142,1 Millionen auf einem hohen Niveau, und der Jahresgewinn beläuft sich auf CHF 85,9 Millionen.

Interview mit Oliver Schnyder, der Präsident der Generaldirektion, und Pierre-Alain Grichting, der Präsident des Verwaltungsrats.

 

 

 

«Die WKB hat gezeigt, dass sie sehr anpassungsfähig und innovativ ist.»

Präsident der Generaldirektion

Oliver Schnyder, Präsident der Generaldirektion der WKB, analysiert das sehr gute Jahresergebnis 2025.

Die WKB verzeichnet das drittbeste Geschäftsjahr ihrer Geschichte. Ist das angesichts des wirtschaftlichen Umfelds nicht äusserst positiv?
Ja, diese Ergebnisse sind sehr erfreulich. Sie haben sich auf einem hohen Niveau gehalten, obwohl das wirtschaftliche Umfeld geprägt ist von stark rückläufigen Leitzinsen, einem zunehmenden Protektionismus und wachsenden Unsicherheiten. Die WKB hat gezeigt, dass sie sehr anpassungsfähig und innovativ ist. Die Kundenausleihungen und Kundengelder haben deutlich zugenommen. So erreichte die Bilanzsumme erstmals die 22-Milliarden-Grenze. Auch bei den verwalteten Kundenvermögen ist die Entwicklung positiv. Diese Ergebnisse zeigen den Fortschritt der Bank und zeugen vom Vertrauen unserer Kundschaft.

Was sind die Gründe für diese Ergebnisse?
Diese guten Ergebnisse erklären sich vor allem durch das Vertrauen unserer Kundschaft, die Solidität unseres Geschäftsmodells und das bemerkenswerte Engagement unserer Mitarbeitenden. In einem anspruchsvollen Umfeld gelang es uns, unsere Kostendisziplin aufrechtzuerhalten, unsere Erträge in tragenden Segmenten auszubauen und Risiken umsichtig zu steuern. Diese Kombination hat es uns ermöglicht, unsere Rentabilität zu stärken und gleichzeitig weiter in die Zukunft zu investieren.

Die Solidität der WKB ist anerkannt. Wie ist sie aufgestellt?
Langfristig. Diesbezüglich ist die Stärkung des Eigenkapitals ein guter Indikator. Die aktuellen Zahlen liegen deutlich über den regulatorischen Anforderungen. Sie zeugen von der Solidität der WKB. Die Eigenkapitalstärkung ist auch notwendig, um unser Geschäft weiterzuentwickeln, insbesondere um unsere Kreditpolitik zu unterstützen. Und ganz allgemein, um den Bedürfnissen und Verhaltensweisen unserer Privatkundschaft und der Unternehmen bestmöglich gerecht zu werden. Unsere Unternehmensführung und unser Geschäftsmodell sind auf Beständigkeit angelegt.

 

 

 

 

«Die Strategie 2030 wird sich weiterhin auf die Grundwerte der Bank stützen.»

Präsident des Verwaltungsrats

Pierre-Alain Grichting, Präsident des Verwaltungsrats der WKB, spricht über die Strategie 2030 und die Herausforderungen, welche die Bank erwarten.

Die WKB hat im vergangenen Frühjahr ihre neue Strategie 2030 vorgestellt. Wie wird sich diese auf ihre weiteren Aktivitäten auswirken?
Die Strategie knüpft an die Kontinuität und Nachhaltigkeit des vorherigen Strategiezyklus an. Mehr als fünfzig Initiativen wurden innerhalb der WKB umgesetzt, welche die Strukturen, die Organisation, die Prozesse, die Ausbildung, die Produkte oder die Digitalisierung betrafen. Die Strategie 2030 wird sich weiterhin auf die Grundwerte der Bank – Kundennähe, Nachhaltigkeit, Innovation, Kompetenz – stützen und sich weiterhin auf ihre Kunden konzentrieren. Sie sind um vier Schwerpunkte herum aufgebaut: Kundenerlebnis, Gesamtbanksteuerung, operative Exzellenz und digitale Kontaktpunkte.

Wurden bereits konkrete Projekte umgesetzt?
Die Strategie 2030 ist als Rahmen zu verstehen, welcher der Bank als Leitfaden dient. Es ist Aufgabe der Generaldirektion, sie in ihren operativen Aufgaben umzusetzen. Der Verwaltungsrat verfolgt diese Umsetzung aufmerksam. Projekte, welche die vier strategischen Schwerpunkte betreffen, wurden konkret in Angriff genommen, sei es die Entwicklung technologischer Tools oder die Modernisierung unserer Geschäftsstellen. Dabei dürfen wir unsere Leistungs- und Effizienzziele niemals aus den Augen verlieren. Unsere Entscheidungen und Aktivitäten werden geleitet von unserer Vision «Mit Begeisterung für das Wallis. Die WKB ist nah bei ihren Kunden, überall und jederzeit.».

Welche Herausforderungen erwarten die WKB?
Die Welt verändert sich rasant und beeinflusst unsere Geschäftstätigkeit. Die Bank muss sich aktiv an diesem Wandel beteiligen. Die Investition in Personal ist nach wie vor die grösste Herausforderung für die Bank. Die Rekrutierung neuer und spezifischer Kompetenzen ist ein Muss. Die WKB setzt auch ihr Engagement für Innovation und Digitalisierung fort, um wettbewerbsfähig zu bleiben und die Bank technologisch weiterzuentwickeln. Dabei gilt es insbesondere auch die Fortschritte bei der künstlichen Intelligenz zu nutzen. Schliesslich müssen wir uns mit der steigenden Komplexität der Regularien auseinandersetzen. Wenn wir all diesen Anforderungen entsprechen, können wir auch die hohen Erwartungen unserer Kundschaft erfüllen.