
Market Weekly - Die Schweizer Wirtschaft bestätigt ihren Aufschwung
Die jüngsten Schweizer Konjunkturindikatoren übertreffen die Erwartungen
Die Schweizer Wirtschaft bestätigt ihren Aufschwung. Der Anfang Woche (Ende Juni) veröffentlichte KOF-Konjunkturbarometer stieg im Juni um 2,6 Punkte auf 101,2 und setzte damit seinen im März begonnenen Aufschwung fort. Dieser Wert liegt deutlich über den Erwartungen der Ökonomen, die mit einem Index zwischen 98,2 und 100 gerechnet hatten. Alle Sektoren trugen zu dieser Verbesserung bei, insbesondere das verarbeitende Gewerbe, aber auch die Auslandsnachfrage und der private Konsum. Die Textilbranche, der Werkzeugmaschinenbau, der Ausrüstungssektor sowie die Papier- und Druckindustrie verzeichnen einen besonders deutlichen Vertrauensanstieg.
Solides Wachstum für 2026
Diese Dynamik stützt sich auf bereits solide Fundamentaldaten. Im ersten Quartal stieg das Schweizer BIP gegenüber dem Vorquartal um 0,7 %. Für das gesamte Jahr 2026 rechnen die Prognostiker mit einem soliden Wachstum: BAK Economics geht von +1,2 % aus, der IWF von +1,1 % und die SNB von rund 1 %.
Auch der Außenhandel entwickelt sich weiterhin positiv. Im Mai stiegen die Exporte nominal um 13,4 % gegenüber dem Vormonat auf 25,42 Milliarden Franken, wodurch sich der monatliche Handelsüberschuss auf 5,64 Milliarden erhöhte – ein Anstieg um 71,7 %. Auch die Stimmung bei den international ausgerichteten KMUs hat sich verbessert und lag Ende Juni bei 64,4 Punkten gegenüber 63,5 Punkten Ende Januar – ein Niveau, das weiterhin deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten liegt.

Auf nationaler Ebene erholt sich die Konjunktur somit weiter, wenn auch in gemächlichem Tempo.
Auf nationaler Ebene erholt sich die Konjunktur somit weiter, wenn auch in gemächlichem Tempo. Der jüngste Rückgang der Ölpreise infolge des Abkommens zwischen den USA und dem Iran dürfte der Weltwirtschaft zusätzliche Unterstützung bieten, insbesondere durch eine lockerere Geldpolitik. Vor diesem Hintergrund einem etwas günstigeren außenwirtschaftlichen Umfeld profitieren.
Von Michel Bortis