WKB-Wirtschaftsindikator

Die Auslandsnachfrage stützt die Walliser Wirtschaft

Export und Tourismus profitieren von einer starken Nachfrage aus dem Ausland: Während Europa und die USA zulegen, bleibt Asien zurück. Trotz des starken Frankens und der Unsicherheiten stützt die Auslandsnachfrage weiterhin das Wachstum.

Die Logiernächte im Wallis für die Wintersaison 2025/26 sind um 2,6 % gestiegen.

stellvertretender WKB-Direktor,
Leiter Firmenkundengeschäft
Kennzahlen des Kantons Wallis

Ausländische Märkte stützen die Walliser Exporte, mit Ausnahme von Asien

Im Jahr 2025 (Januar bis September) entfielen jeweils 21 % der Walliser Exporte auf Deutschland und die USA. Trotz der Zölle stiegen die Exporte in die USA dank Vorzieheffekten an. Auch die Exporte nach Deutschland und Europa nahmen zu, während Asien einen Rückgang verzeichnete. Die übrigen Märkte verzeichneten ein Wachstum.

Wachstum der wichtigsten Walliser Exportmärkte (Januar bis September 2025):

 

Die Kategorie «Land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse» verzeichnete das stärkste Exportwachstum (+88,2 %). Auch die «Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie» hielt sich gut mit Zuwächsen bei den «Industriemaschinen» (VS: +9,1 %, CH: −5,3 %), den «Sonstigen Maschinen, Apparaten und Elektronik» (VS: +16,7 %, CH: +4,2 %) sowie bei den «Sonstigen Metallen und Metallwaren» (VS: +11,4 %, CH: −3,7 %). 
Im Bereich «Chemische und pharmazeutische Erzeugnisse» haben einzig die «Agrochemikalien» zugelegt (VS: +7,5 %, CH: −0,4 %).

Ausländische Gäste stützen den Tourismus trotz Unsicherheiten

Die Logiernächte im Wallis für die Wintersaison 2025/26 sind um 2,6 % gestiegen. Die Zahl der Schweizer Gäste stieg um 1,1 %, während die Zahl der ausländischen Gäste um 4,6 % zunahm.

Für den Sommer 2026 wird weiterhin ein leichter Anstieg der Nachfrage erwartet. Die Schweiz und das Wallis bleiben attraktiv, auch wenn die weltweiten wirtschaftlichen Unsicherheiten und der starke Franken die internationalen Gäste belasten. Die Übernachtungszahlen aus Europa dürften weiter steigen, während auch bei den amerikanischen Besuchern eine Zunahme erwartet wird. Bei den Schweizer Gästen könnte der Anstieg der Arbeitslosigkeit die Nachfrage bremsen.

Der Krieg im Iran stellt ein zusätzliches Risiko für ausländische Touristen dar, insbesondere aufgrund der steigenden Flugpreise. Umgekehrt könnte er die Binnennachfrage stützen. Die Aussichten für das Walliser Hotel- und Gastgewerbe sind moderat positiv bei einem prognostizierten Zuwachs der Wertschöpfung um 0,6 % (CH: −0,1 %).

Der Wirtschaftsindikator der Walliser Kantonalbank (WKB), welcher vom unabhängigen Forschungsinstitut BAK Economics AG in Partnerschaft mit der Walliser Industrie- und Handelskammer realisiert wird, analysiert die konjunkturelle Entwicklung der verschiedenen Wirtschaftssektoren im Wallis.