20 April 2026
Anlagen

Market Weekly - Die Aktienmärkte halten sich wacker

Timon Leiggener Von Timon Leiggener
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Ein turbulenter Jahresauftakt, aber ein relativ widerstandsfähiger Aktienmarkt

Der Jahresanfang 2026 ist voll mit Überraschungen. Die Liste ist lang. Und doch halten sich die Aktienmärkte wacker. Venezuela, Grönland, der Einbruch japanischer Staatsanleihen, der Höhenflug und anschließende Einbruch von Gold und Silberpreisen, die Aufhebung von Handelszöllen, drastische Kursverluste bei KI-bezogenen Technologiewerten, Spannungen bei privaten Krediten in den USA, spektakuläre Fortschritte bei generativer KI und nun ein offener geopolitischer Konflikt im Nahen Osten, in den u.a. der Iran, Israel und die Vereinigten Staaten verwickelt sind.

Auffällig ist gerade diese Diskrepanz zwischen der Heftigkeit der Schocks und der relativen Stabilität der Finanzindizes. In der Vergangenheit lösten Phasen starker geopolitischer oder makroökonomischer Unsicherheit reflexartige Reaktionen an den Märkten aus – massive Verkäufe, extreme Volatilität, Flucht in sichere Anlagen.
 

Die langfristigen Fundamentaldaten nicht in Frage

Diesmal war die Volatilität zwar vorhanden, führte jedoch nicht zu einem anhaltenden Kursverfall. Die Anleger verkauften, kehrten dann aber wieder zurück. Denn trotz der erneuten Spannungen im Nahen Osten, die automatisch den Dollar stärkten und die Energiepreise stützten, stellten die Anleger die langfristigen Fundamentaldaten nicht in Frage.

Auffällig ist gerade diese Diskrepanz zwischen der Heftigkeit der Schocks und der relativen Stabilität der Finanzindizes.

Berater Vermögensverwaltung, Brig, WKB

Die beiligende Grafik veranschaulicht diese Dynamik sehr gut. Die Schwellenmärkte und der japanische Börsenindex Topix verzeichnen seit Jahresbeginn die besten Wertentwicklungen. In Europa legen der FTSE 100 und der Stoxx Europe 600 ebenfalls zu, getragen von angemessenen Bewertungen. Lediglich der S&P 500 und der Nasdaq treten auf der Stelle, belastet durch Unsicherheiten hinsichtlich der Bewertungen im US[1]Technologiesektor. Doch selbst hier handelt es sich eher um eine Pause als um eine Trendwende.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser Jahresauftakt eine klare Botschaft sendet: In einem turbulenten Umfeld haben die Aktienmärkte eine Widerstandsfähigkeit bewiesen, die es verdient, hervorgehoben zu werden.