Überlassen Sie das Ende Ihres Berufslebens nicht dem Zufall!
Die Vorsorgeexperten im Bankwesen stellen fest, dass zu wenig Menschen sich Gedanken über ihre berufliche Pensionierung machen. Fällt es ihnen schwer, sich dies vorzustellen? Ist es ihnen zu kompliziert? Weigern sie sich, darüber nachzudenken? Hat der Arbeitgeber das Nötige getan? Was auch immer die Gründe sind, eine frühzeitige Planung dieses Lebensabschnitts ist für jede und jeden wichtig, will man keine bösen Überraschungen erleben. Um eine klare Vorstellung von Ihrem zukünftigen Ruhestand und Ihren finanziellen Einkünften zu bekommen, lassen Sie am besten einen Pensions-Check mit Spezialisten erstellen. Keine Sorge, in dieser Phase ist es noch nicht allzu kompliziert: Sie müssen nur etwas Zeit investieren und Ihre Wünsche und Fragen auf den Tisch legen.
Mehrere Unsicherheiten
In den letzten Monaten sind weitere Argumente für eine Pensionierungsplanung hinzugekommen. Die Unsicherheiten im Bereich Vorsorge und Steuern haben zugenommen. In den Medien wurde ausführlich darüber berichtet. Als Erstes wird sich die Abschaffung des Eigenmietwerts auf die Immobilieneigentümer auswirken, die Hypothekarzinsen sowie Unterhalts- und Renovationskosten für privat genutzte Immobilien nicht mehr von der Steuer abziehen können. Diese neuen Bestimmungen treten am 1. Januar 2029 in Kraft.

In den letzten Monaten sind weitere Argumente für eine Pensionierungsplanung hinzugekommen. Die Unsicherheiten im Bereich Vorsorge und Steuern haben zugenommen.
Zweites Argument: Der Bundesrat wollte im Rahmen seines Entlastungsprogramms 2027 die Kapitalbezüge aus der 2. und 3. Säule stärker besteuern. Nach der Ablehnung durch den Ständerat hat nun auch der Nationalrat diese Erhöhung abgelehnt. Dennoch ist in Zukunft mit weiteren Initiativen in dieser Richtung zu rechnen, geht es doch um riesige Summen.
Drittes Argument: Die Tendenz zur Senkung des Umwandlungssatzes bei der beruflichen Vorsorge (BVG). Der gesetzliche Mindestsatz, der für den obligatorischen Teil gilt, liegt heute bei 6,8 %. Das Schweizer Volk hatte im September 2024 eine Reform des BVG abgelehnt, die eine Senkung dieses Satzes auf 6 % vorsah. Die Kassen legen den Umwandlungssatz für den überobligatorischen Teil hingegen selbst fest. Die Richtung ist klar: Er schwächt sich ab. Im Durchschnitt liegt er bei 5,4 %. Die Folge: Auch die ausbezahlten Renten sinken.
Gemäss einer von Swisscanto durchgeführten Studie (Juni 2025) beantragen nur noch 39 % der Versicherten ausschliesslich eine Auszahlung in Form einer Rente. Gegenüber dem Kapital verliert die Option einer hundertprozentigen Rente an Boden. Der Umwandlungssatz ist eine Erklärung dafür, zu der persönliche Gründe wie das Bedürfnis nach finanzieller Flexibilität, die steuerliche Situation oder neue Familienmodelle hinzukommen.
Ruhestand
48%
der Arbeitnehmenden, also die Mehrheit, vor dem gesetzlichen Rentenalter von 65 Jahren auf zu arbeiten.
Rente oder Kapital
39%
der Versicherten ausschliesslich eine Auszahlung in Form einer Rente
Erste Bilanz
50 Jahren
In diesem Alter ist der Ruhestand noch eine ferne Fata Morgana. Lassen Sie sich eines Besseren belehren! Mit 50 Jahren sollten sich die ersten Fragen stellen.
In welchem Alter?
Mit 50 Jahren ist der Ruhestand noch eine ferne Fata Morgana. Lassen Sie sich eines Besseren belehren! Gerade in diesem Alter sollten die ersten Fragen gestellt werden. Dabei handelt es sich nicht um einen kompletten Pensions-Check, sondern um eine Art Gesundheitscheck der zukünftigen Rente, um Ihre finanzielle Situation und die Höhe Ihres Einkommens im Ruhestand zu kennen und nötigenfalls punktuelle Massnahmen zu ergreifen. Was kann ich tun, um meine Steuern zu optimieren? Kann ich Einkäufe in meine 2. Säule tätigen, um Lücken zu schliessen? Sollte ich meine Hypothek zurückzahlen? Wenn nicht, wie soll ich mein Geld anlegen? Die Beantwortung dieser Fragen wird Ihnen helfen, die richtigen Weichen zu stellen, nämlich die für einen unbeschwerten Ruhestand.
Der Gesamtcheck wird fünf bis sieben Jahre vor der Pensionierung erstellt. Heute hören 48 % der Arbeitnehmenden, also die Mehrheit, vor dem gesetzlichen Rentenalter von 65 Jahren auf zu arbeiten. 41 % hören mit 65 Jahren auf, während 11 % weiterarbeiten. Im Rahmen dieser Pensionierungsplanung werden alle Themenbereiche angesprochen, auch solche, die mit dem Nachlass und der Familienstruktur zu tun haben.
Der Pensions-Check ist eine Investition in Ihre Zukunft. Je früher Sie die Weichen für Ihre finanzielle Zukunft stellen, desto besser sind Ihre Aussichten auf Sicherheit und Wohlstand und die Ihrer Angehörigen.
Der Kunde arbeitet mit
Das Zusammenstellen eines Pensions-Checks ist eine gemeinsame Arbeit. Es ist ein Austausch zwischen dem Experten und seinen Kunden. Beide Parteien müssen einen Teil der Arbeit leisten. Der Kunde wird ein möglichst genaues Budget seiner derzeitigen und geplanten Ausgaben zum Zeitpunkt der Pensionierung erstellen. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil. Der Kunde wird auch den Schwerpunkt des Pensions-Checks setzen. Er gibt seine Prioritäten vor. Möchte er sich vorzeitig pensionieren lassen? Möchte er eine Schenkung an seine Kinder machen? Ist sein Ziel, weniger Steuern zu zahlen?
Der Spezialist wird die Rolle des Dirigenten übernehmen. Er wird alles in Einklang mit der finanziellen, beruflichen und familiären Situation seines Kunden bringen. Er hört zu, zeigt die Vor- und Nachteile aller Lösungen auf und ist klar in seinen Aussagen, wenn es um fachliche Details geht. Und vor allem hat er die moralische Pflicht, zum Kunden Nein zu sagen, wenn die Umstände es erfordern. Zur Fachlichkeit kommt ein menschlicher Aspekt hinzu, der den Menschen ein Gefühl von Sicherheit geben soll. Der Experte wird keine unnötigen Risiken eingehen und daher vorsichtige Annahmen treffen.
Der Pensions-Check ist eine Investition in Ihre Zukunft. Je früher Sie die Weichen für Ihre finanzielle Zukunft stellen, desto besser sind Ihre Aussichten auf Sicherheit und Wohlstand und die Ihrer Angehörigen. Es ist wichtig, seine Rente frühzeitig zu beziffern und sich bei Vorsorgeprofis zu informieren.
Wissenswertes
- Planen Sie Ihre Pensionierung frühzeitig, um keine bösen Überraschungen zu erleben, wenn es soweit ist.
- Machen Sie mit etwa 50 Jahren einen ersten Check, der Ihnen einige Orientierungshilfen geben wird.
- Erstellen Sie 5 bis 7 Jahre vor der Pensionierung einen umfassenden Pensions-Check.
- Zögern Sie nicht, Vorsorgespezialisten aus dem Bankwesen hinzuzuziehen.

Von Jacques Dayer