WKB-Wirtschaftsindikator

Das Wallis setzt sein Wirtschaftswachstum fort.

Die Walliser Wirtschaft dürfte das dynamische Wachstum ihres realen BIP mit einem erwarteten Plus von 1,2% im Jahr 2025 fortsetzen. Die Entwicklung des Arbeitsmarkts dürfte besser ausfallen als in der Schweiz und in den anderen Bergkantonen. Trotz internationaler Handels­spannungen stützen mehrere robuste Sektoren der Walliser Wirtschaft das gesamtwirtschaftliche Wachstum.

Für das laufende Jahr prognostiziert BAK Economics einen Zuwachs der Walliser Wirtschaft von 1,2%.

Stellvertretender Direktor der WKB,
Leiter Privatkunden
Region Oberwallis

Das reale BIP des Wallis stieg 2024 weiter an (+0,8%), blieb jedoch etwas moderater als das der Schweiz (CH 2024: +1,0% bereinigt um Sportgrossanlässe). Das Wachstum lag jedoch über dem Durchschnitt der anderen Bergkantone (Bergkantone 2024: +0,6%).

Für das laufende Jahr prognostiziert BAK Economics einen Zuwachs der Walliser Wirtschaft von 1,2%. Damit wird die regionale Entwicklung wohl etwas schwächer ausfallen als der nationale Durchschnitt (CH 2025: +1,5% bereinigt um Sportevents), aber erneut leicht über dem Durchschnitt der Bergkantone (+1,1%) liegen.

Die Normalisierung der Wirtschaftstätigkeit nach der Pandemiezeit zeigt sich auch auf dem Stellenmarkt. Nach zwei Jahren der Erholung dürfte sich das Beschäftigungswachstum im Wallis für das Jahr 2024 mit einer Rate von +1,1% fortsetzen, wenn auch langsamer als in den Vorjahren und in den Vergleichsregionen (CH und Bergkantone (2024: +1,3%)). 

Für das laufende Jahr erwartet BAK Economics, dass sich der Arbeits- und Stellenmarkt weiterentwickelt, doch wegen der allgemeinen globalen Unsicherheit weniger dynamisch. Die Zahl der vollzeitäquivalenten Stellen dürfte im Wallis 2025 um 0,5% zunehmen und damit etwas über dem Durchschnitt der Schweiz und der Bergkantone liegen (CH und Bergkantone 2025: 0,4%).

In diesem Jahr steht die chemisch-pharmazeutische Industrie (4,8%) ganz oben auf der Rangliste des Branchenwachstums im Wallis. Gut gefüllte Auftragsbücher sorgen 2025 für solide Wachstumsraten im Bausektor (2,8%). Die Zölle von 39% auf US-Importe aus der Schweiz (mit Ausnahme von Pharmaprodukten), die Frankenstärke und die Unsicherheit über die globale Handelspolitik setzen die Investitionsgüterindustrie unter Druck. Entsprechend ist auch in diesem Jahr mit einem deutlichen Rückgang der Wertschöpfung zu rechnen. Vorgezogene Exporte und eine robuste Binnenwirtschaft sorgen in diesem Jahr für ein reales Handelswachstum von 2,4%. Der Finanzsektor entwickelt sich sowohl 2024 als auch 2025 positiv mit Wachstumsraten von 2,3 bzw. 1,5% pro Jahr.  

BAK Economics ist Wissensfirma, Wirtschaftsforschungsunternehmen und Konjunkturforschungsinstitut. Wir machen die Erkenntnisse volkswirtschaftlicher Analysen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar.

Die strukturelle Unternehmensstatistik (STATENT) ist nur bis zum Jahr 2023 verfügbar. Diese monatliche Analyse ist daher eine Prognose für das Jahr 2024 und die Folgejahre.